Fachkräftesicherung im Fokus

CDU-Mittelständler fordern mehr Eigenverantwortung

MIT-Vorsitzender Alexander Lampe sprach beim Netzwerktreffen über Nachwuchs- und Fachkräftesicherung. Foto: Roland Keusch
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MIT-Vorsitzender Alexander Lampe sprach beim Netzwerktreffen über Nachwuchs- und Fachkräftesicherung.

Ganz fehlen durfte er nicht, der Wahlkampf, so kurz vor dem Wahltermin am Sonntag.

Von Sven Schlickowey

Doch beim Netzwerktreffen der Remscheider Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), einem Zusammenschluss von Mittelständlern und wirtschaftspolitisch Interessierten innerhalb der CDU, standen am Mittwoch auch noch andere Themen auf der Programm. Vorneweg kümmerte sich der Remscheider MIT-Vorsitzende Alexander Lampe um das Thema Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung.

Das wäre wohl, sagte Lampe, auch das Thema des frisch gewählten IHK-Präsidenten Henner Pasch gewesen, der eigentlich als Gastredner angekündigt war. Doch wenig Tage vor der Wahl habe die Kammer den Termin dem Neutralitätsgebot folgend abgesagt. „Da bleibt dann mehr Raum für gute Gespräche“, konnte Lampe dem sogar noch etwas Positives abgewinnen. Und Paschs Part übernahm er einfach selbst. Aus eigener Erfahrung, wie er sagte.

Und das nicht ohne Grund, denn Alexander Lampe ist nicht nur seit vielen Jahren Inhaber der ABC Personal GmbH, sondern inzwischen auch Geschäftsführer des Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI). Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, müsse man möglichst viele Jugendliche mitnehmen, machte er deutlich: „Wir dürfen nicht vergessen, dass immer weniger junge Menschen die Schulen verlassen.“ Doch dabei gebe es auch Grenzen, insbesondere, wenn von den Jugendlichen nichts zurück komme: „Es ist ein großer Unterschied, ob jemand nicht kann oder nicht will.“

Diese Eigenverantwortung forderte Lampe auch an anderer Stelle und verteidigte die geplante Aussetzung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte: „Wer etwas von der Gesellschaft bekommt, hat auch die Pflicht mitzumachen.“ Solche Dinge offen anzusprechen, sei die Aufgabe der MIT, sagte Lampe: „Auch wenn es schon mal Gegenwind gibt.“

Ein „super spannender Vortrag“, wie der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt befand: „Das öffnete die Augen für das Thema Ausbildungsfähigkeit.“ Hardt, der am gleichen Abend noch zu einem Termin mit Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nach Solingen musste, fiel beim MIT-Treffen der Wahlkampf-Part zu. Das Ziel sei eine Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen, sagte er. Doch auch zum Thema Ausbildung steuerte er etwas bei, vor allem, dass er in den USA immer wieder erfahren habe, wie hoch geschätzt das Deutsche System der dualen Ausbildung dort sei: „Die wollen gerne so gute Leute wie wir haben.“

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