Forderung der Ratsfraktion

CDU: Gesundheitsamt soll zur Bücherei ziehen

Die CDU-Politiker Markus Kötter (l.) und Dietmar Volk beschreiben ihre Positionen zum Gesundheitsamt der Zukunft. Es soll in der Innenstadt entstehen. Foto: Roland Keusch
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Die CDU-Politiker Markus Kötter (l.) und Dietmar Volk beschreiben ihre Positionen zum Gesundheitsamt der Zukunft. Es soll in der Innenstadt entstehen.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Die Ratsfraktion fordert von der Stadtverwaltung ein neues Konzept für die Behörde.

Remscheid. Das Gesundheitsamt der Zukunft gehört zentral in die Innenstadt. Dies steht für die CDU-Ratsfraktion fest, die am Freitag bei einem Mediengespräch ihre Vorstellungen zum Thema beschrieben hat. Der gesundheitspolitische Sprecher der Christdemokraten Dietmar Volk lieferte einen Standortvorschlag gleich mit. „Die Behörde könnte in der Nachbarschaft zur Stadtbibliothek an der Ecke Konrad-Adenauer-/Scharffstraße gebaut werden.“ Das Grundstück befinde sich im städtischen Besitz, wobei sich der Neubau mit dem Gebäudebestand verbinden ließe.

Dieser Vorstoß fällt in eine Phase, in der die Bedeutung des Gesundheitsamtes durch die Pandemie deutlich gewachsen ist – mit all den zusätzlichen Aufgaben, von der Impfkampagne bis zur Kontaktnachverfolgung. Es befindet sich noch an der Hastener Straße, wobei seine Räumlichkeiten längst nicht mehr als zeitgemäß gelten. Fehlende Barrierefreiheit und ein energetischer Standard aus der Nachkriegszeit sind nur zwei Belege dafür, dass die Mitarbeiter eine neue Wirkungsstätte erhalten müssten.

So entstand bei der Stadtverwaltung die Überlegung, die Behörde in den geplanten Rathausanbau unterzubringen. „Es zeichnet sich aber ab, dass es in dem Anbau für das zusätzliche Personal gar nicht genug Platz gibt“, erklärt CDU-Fraktionschef Markus Kötter. Stattdessen soll aus Sicht der Christdemokraten ein neues Verwaltungsgebäude an einem Standort Konturen, „wo die Menschen sind und die Behörde somit wahrgenommen wird“, wie es Dietmar Volk umschreibt. Dafür sei die Fläche an der Bücherei ideal.

Er sieht für das Gesundheitsamt neben der Pandemie-Bekämpfung weitere Herausforderungen in der Zukunft. Die Behörde müsse sich zusätzlich als Bildungseinrichtung etablieren – und neben ihren vielfältigen Aufgaben etwa über die Themen Bewegung oder Ernährung informieren: „Im Amt muss Platz für eine ganze Schulklasse sein.“

Remscheid: Christdemokraten machen auch Digitalisierung zum Thema

Auch vor diesem Hintergrund sieht die CDU-Ratsfraktion die Stadtverwaltung gefordert, ein Konzept zu entwickeln, „das die Fragen nach dem Standort, den Leistungen, dem Personal und den Finanzen beantwortet“. Einen entsprechenden Antrag will sie in den zuständigen Fachausschüssen stellen: „Es geht darum, dass aufgelistet wird, was bisher alles geleistet wurde und was das Amt künftig leisten muss“, fügt Markus Kötter hinzu. Bei allem dürfe auch das Thema Digitalisierung nicht zu kurz kommen, wie er anmerkt „Es darf nicht sein, dass in Gesundheitsbehörden noch die Datenübertragung per Fax erfolgt.“ Und auch wenn bei den Corona-Maßnahmen nun die ersten Lockerungen anstehen, bedeute dies längst noch nicht, dass die Pandemie vorbei sei. Dem Remscheider Gesundheitsamt bleibe die Mehrbelastung erhalten.

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