Neuaufstellung

CDU fordert Tourismus-Konzept für Rade

Broschüren zu Radevormwald und der Region finden Interessierte auch an einer Stellwand im Bürgerhaus – passend zum Thema Tourismus.
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Broschüren zu Radevormwald und der Region finden Interessierte auch an einer Stellwand im Bürgerhaus – passend zum Thema Tourismus.

Christdemokraten regen an, dass die Stadt sich bei diesem Thema neu aufstellt.

Von Stefan Gilsbach

Radevormwald. Es gibt eine Anzahl guter Gründe, einen Ausflug nach Radevormwald zu machen. Da ist die Innenstadt mit vielen alten bergischen Häusern, viel Gastronomie von der Gaststätte bis zum Döner-Imbiss und Eiscafés, außerdem vier interessante Museen mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten. Und dann ist da die Landschaft mit nicht weniger als sieben Naturschutzgebieten auf dem Stadtgebiet, mit dem Tal der Wupper, der Talsperre, preisgekrönten Wanderwegen, der Draisinenstrecke – und so weiter und so fort. Wahrlich genug, um ein verlängertes Wochenende bequem zu füllen.

Damit die Stadt mit diesem Pfund auch wuchern kann, hat die Fraktion der Christdemokraten nun einen Antrag für die kommende Sitzung des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Verkehr gestellt: Die Stadtverwaltung soll ein Tourismus-Konzept erstellen.

Neue Tourismusbeauftragte hatte sich vorgestellt

Dejan Vujinovic, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten, verweist auf die vergangene Sitzung des Fachausschusses, in der die neue Tourismusbeauftragte der Stadt, Kirsten Hackländer, sich und ihre aktuellen Aktivitäten vorgestellt hatte. „Der Fokus lag insbesondere auf der Sicherstellung und Fortführung der bisher bekannten, erfolgreichen Veranstaltungsformate“, heißt es in dem Antrag. „Die Einarbeitung gestaltet sich aufgrund mangelnder Übergabe nicht sehr einfach.“

Nach erfolgreicher Einarbeitung der Tourismusbeauftragten solle nach Ansicht der CDU-Fraktion der Bereich Tourismus konzeptionell unter Einbindung aller im Bereich „Tourismus in Radevormwald“ aktiven Kräfte neu aufgestellt werden, lautet die Forderung der Christdemokraten. „Dieses könnte gegebenenfalls auch unter Zuhilfenahme von externen Fachleuten erfolgen.“

In einem ersten Schritt solle ermittelt werden, wie ein Tourismuskonzept für Radevormwald erstellt werden kann, ob externe Hilfe benötigt wird, und welche voraussichtlichen Kosten entstehen würden. Bei Bedarf schlägt die CDU-Fraktion vor, dieses im Zuge der Haushaltsplanberatungen 2023 zu erörtern.

Kirsten Hackländer, die ihr neues Amt seit Anfang März ausübt, hatte sich bereits zu möglichen weiteren Angeboten für Besucherinnen und Besucher geäußert. So könne man künftig Programm-Pakete schnüren, bei denen ein Museumsbesuch oder eine Wanderung verbunden werden.

In der Vergangenheit hatten vergleichbare Tourismus-Konzepte bereits positive Ergebnisse gebracht. So wurde eine neu geschaffene Wanderroute, der „Wald-Wasser-Wolle-Weg“, im Jahr 2009 bei der Umfrage eines Wanderportals in Kooperation mit der Stiftung Warentest zu einem der beliebtesten Wanderwege in Nordrhein-Westfalen gewählt. Diese Strecke führt vorbei an der GGS Stadt, am Uelfebad, dem Wülfingmuseum, durch Wilhelmstal, über den Wupperdamm und an der Wupper-Talsperre vorbei, dann über Heidersteg, die Ortschaft Berg und ins Wiebachtal. Sie gibt Einblicke in verschiedene Aspekte der Geschichte der Wupperorte.

Für die Ski-Langlauf-Loipefehlte der Schnee

Ein weiteres touristisches Angebot, die Ski-Langlauf-Loipe bei Önkfeld, wurde wegen Schneemangels in den vergangenen Jahren kaum noch genutzt, obwohl es immer wieder Anfragen am Radevormwalder Schneetelefon gab. Doch die nötige Schneehöhe von 30 bis 40 Zentimetern kam nicht zustande.

Und für den kommenden Winter wünscht sich wegen der Heizkosten wohl niemand anhaltende Kälte mit Eis und Schnee.

Hintergrund

Ferienstraßen: In Deutschland gibt es viele offizielle Ferienstraßen, die meist nach bestimmten Themen gruppiert sind, etwa die Deutsche Märchenstraße oder die Deutsche Weinstraße. Die Deutsche Alleenstraße führt durch die Region, und zwar über die Schwelmer Straße von Remscheid-Lennep bis Wuppertal-Beyenburg. An Radevormwald führt die Straße haarscharf vorbei, was vor 13 Jahren zu Kritik von Naturschützern führte, die der Verwaltung vorwarfen, sich nicht genug gekümmert zu haben, um die Bergstadt direkt an die Route anzubinden.

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