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Was macht Remscheid aus? CDU sieht Luft nach oben beim Stadtmarketing

Markus Kötter beschreibt CDU-Ideen.
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Markus Kötter beschreibt CDU-Ideen.
  • Frank Michalczak
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Eine Idylle für Tagestouristen und Kunden für den Einzelhandel soll Remscheid sein. Das ist zur Zeit eine Utopie. Die CDU erklärt, was sich verbessern muss.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Das Thema Stadtmarketing rückt ins Zentrum der politischen Beratungen. CDU-Fraktionschef Markus Kötter fordert ein neues Leitbild bei der Frage, mit welchen Alleinstellungsmerkmalen Remscheid für sich werben will – zum Beispiel, um Tagestouristen und Kunden für den Einzelhandel anzuziehen. Insbesondere in Lennep gebe es Luft nach oben. „Hier wird das Marketing auf die Vereine abgewälzt“, erklärt Kötter mit Blick auf die zahlreichen werbewirksamen Veranstaltungen, die unter deren Regie stehen.

Die Vereine benötigen aus seiner Sicht einen „Kümmerer“, der sie bei der Stadtverwaltung unterstützt und ihnen im bürokratischen Dschungel der Genehmigungsverfahren behilflich ist. Und nicht nur das: „Wir haben insgesamt den Eindruck, dass unser Stadtmarketing zu wenig sichtbar ist – dies gilt für die ganze Stadt, nicht nur für Lennep. Diese Feststellung gilt auch für den Internetauftritt des Remscheider Stadtmarketings.“ Dieser wecke keine Lust darauf, Remscheid zu besuchen, heißt es in einem Antrag der CDU, der nun vom Hauptausschuss an das zuständige Fachgremium für Wirtschaftsförderung verwiesen wurde.

Kritik gab es bereits beimTreffen von Lennep Offensiv

Zuvor hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) darauf hingewiesen, dass im Rathaus die Bereiche Stadtmarketing, Tourismus und die Kommunikation mit den Vereinen bereits „auf neue Beine gestellt“ würden, ohne dabei konkret zu werden. Der CDU-Antrag bringe manche Aspekte durcheinander, kommentierte der OB. Er verzichtete bei der Sitzung am Donnerstag aber auf einen Redebeitrag, der schon zum Thema vorbereitet war. „Sie haben das unterm Strich nicht richtig verstanden“, erwiderte Markus Kötter, der bereits bei einem Treffen von Lennep Offensiv Kritik am städtischen Marketing geäußert hatte. Die Vereine ständen vor immer größeren bürokratischen Hürden, wenn sie Veranstaltungen organisieren wollen – und erhielten nicht die nötige Hilfe.

Diese könnte es zumindest in Lennep von einer anderen Seite geben: Der neue Zukunftsmanager David R. Froessler vom Düsseldorfer Fachbüro Urbano hat die Betreuung des Ortes übernommen und soll bis Ende 2023 dazu beitragen, verwaiste Ladenlokale mit neuem Leben zu erfüllen.

Unabhängig davon sehe er seine Rolle als Mittler zwischen Vereinen und der Stadtverwaltung und sei auch diesbezüglich ansprechbar, wie Froessler zuletzt beim Treffen von Lennep Offensiv anführte.

Standpunkt von Frank Michalczak: Ehrenamt stärken

frank.michalczak@rga.de

Erst Corona, dann der Krieg in der Ukraine mitsamt seinen Folgen: Es ist verständlich, dass es bei der Remscheider Verwaltung in den letzten Jahren andere Prioritäten gab, als ausgerechnet das Stadtmarketing voranzutreiben. Hinzu kamen personelle Wechsel in der Abteilung. Das neue Team muss sich zunächst einmal finden, um dann eigene Akzente setzen zu können. Dabei ist die Forderung der CDU durchaus berechtigt, den Vereinen mehr Unterstützung zu gewähren.

Insbesondere in Lennep sind sie es, die mit Veranstaltungen für eine Belebung sorgen – und nicht das Marketing der Stadt. Immerhin machte der Hauptausschuss den Weg dafür frei, dass die verkaufsoffenen Sonntage nun an festen Terminen zur Dauereinrichtung werden. Das erspart zum Beispiel Lennep Offensiv die Aufgabe, die Gemeinschaftsaktionen des Handels Jahr für Jahr neu zu beantragen. Das ist ein Schritt, um Marketingräte und Co. zu entlasten. Weitere müssen folgen, um das Ehrenamt zu stärken.

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