Programm für Geflüchtete

Caritas bereitet auf die Rückkehr vor

Hier ist es trocken und warm – aber sieht so Zukunft aus? Die Caritas bietet Hilfestellung für rückkehrwillige Flüchtlinge an. Archivfoto: Roland Keusch
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Hier ist es trocken und warm – aber sieht so Zukunft aus? Die Caritas bietet Hilfestellung für rückkehrwillige Flüchtlinge an.

„Hoffnung auf Zuhause“ startet in der kommenden Woche.

Von Thomas Wintgen

Der Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbandes Remscheid registriert eine aktuell stark ansteigende Nachfrage zum Thema freiwillige Ausreise. Dabei gehe es bei der Caritas um die Erörterung möglicher Hilfen für die Geflüchteten. Martina Richard, Ansprechpartnerin des Fachdienstes: „Im Mittelpunkt steht für die Geflüchteten die Frage, wie sie sich nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland ein neues Leben aufbauen können.“

Seit Juli 2017 gibt es im Fachdienst für Integration und Migration eine Beratungsstelle für Flüchtlinge, die sich mit der Rückkehr in ihre Herkunftsländer beschäftigen sowie Informationen und Beratung zum Thema suchen. Die Beratung sei ergebnisoffen und trage dazu bei, „dass Flüchtlinge ihre Entscheidungen informiert treffen können“.

Ab der kommenden Woche bietet der Remscheider Caritasverband einen Kursus an, in dem Geflüchtete ihre Ideen für eine selbstständige Tätigkeit in ihrem Heimatland entwickeln und mit Hilfe individueller Beratung auf ihre Machbarkeit hin überprüfen – und weiterentwickeln – können.

Beruflicher Wiedereinstieg durch Qualifikation

Dieser Kurs findet in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Start Hope@Home – neue Perspektiven der Reintegration“; das Projekt wird vom gemeinnützigen Unternehmen „Social Impact“ umgesetzt. Das Programm bietet Coaching und Workshops, die auf den beruflichen Wiedereinstieg im Heimatland vorbereiten.

Start Hope bietet insbesondere einen beruflichen Wiedereinstieg durch Qualifikationen zur Selbstständigkeit, die Vermittlung von Kenntnissen in Marketing, Vertrieb, Finanzen, Präsentation und mehr, einen individuellen ausgerichteten Lernprozess sowie Möglichkeiten zur Weiterbildung im Heimatland. Das Projekt ist Teil des Programms „Perspektive Heimat“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es richtet sich an Menschen aus Albanien, Kosovo, Serbien, Tunesien, Marokko, Ghana und Senegal, die zurückkehren wollen. Weitere Zielländer des Programms sind Nigeria, Irak, Afghanistan und Ägypten. Es möchte Menschen qualifizieren und bei der späte-ren Existenzgründung unterstützen, die unter anderem aufgrund von abgelehnten Asylanträgen nicht dauerhaft in Deutschland bleiben dürfen und / oder mit einer Abschiebung rechnen müssen.

Die Teilnahme an der Qualifizierung ist kostenlos und richtet sich an geflüchtete Menschen, die an einer Rückkehr in ihr Heimatland interessiert sind – auch wenn noch kein konkreter Zeitpunkt dafür festgelegt worden ist. Richard: „Auch wenn bereits elf Anmeldungen vorliegen, ist es im Einzelfall möglich, noch an der Maßnahme teilzunehmen.“

Interessierte wenden sich an Martina Richard (Tel. 02191 / 694470-12 oder m.richard@ caritasverbandremscheid.de.

Lesen Sie auch Kommentar zur Schließung der Flüchtlingsheime: Im Alltag ankommen

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