Carina Meyer setzt bei erkrankten Tieren auf alternative Methoden

Carina Meyer, hier mit Schäferhündin "Sina" bei der Akupunktur. Die Tierheilpraktikerin besucht ihre Patienten zu Hause in der gewohnten Umgebung, weil sie dort ruhiger sind. Eine eigene Praxis ist aber noch zusätzlich in Planung.
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Carina Meyer, hier mit Schäferhündin "Sina" bei der Akupunktur. Die Tierheilpraktikerin besucht ihre Patienten zu Hause in der gewohnten Umgebung, weil sie dort ruhiger sind. Eine eigene Praxis ist aber noch zusätzlich in Planung.

"Foxy" hatte seinen Lebensmut eigentlich schon verloren. Jahrelang litt der Beagle unter krankhaften Veränderungen an Wirbelsäule und Bandscheibe, konnte nur noch humpeln. Bei Tierärzten galt der 13-jährige Rüde als austherapiert. "Heute springt er wieder durch die Gegend wie ein junger Hund", sagt Carina Meyer. Vor knapp sechs Jahren hat sich die 30-Jährige als Tierheilpraktikerin in Remscheid selbstständig gemacht - und "Foxy" gehört zu den Patienten, deren Leben sie durch ihre alternativen Behandlungsmethoden wieder lebenswert gemacht hat.

Tierhomöopathie alsAlternative zu Medikamenten

Tierhomöopathie wird meistens erst dann zum Thema, wenn Medikamente nicht wirken. Oder wenn die "chemische Keule" zu viele und zu schwere Nebenwirkungen hat. Bei "Foxy" setzte Carina Meyer zunächst auf eine Blutegeltherapie. Während des Saugens geben die Egel ein Sekret ab, das verschiedene blutverdünnende, entzündungshemmende und Schmerz stillende Substanzen enthält.

Anschließend wurde die Therapie noch durch Akupunktur unterstützt. Auch Erkrankungen der Atmungs- und Verdauungsorgane sowie Hautprobleme können laut Carina Meyer durch kleine Piekser gelindert werden. "Die meisten Hunde lassen das gerne mit sich machen, Katzen sind da eher unkooperativ", sagt die Remscheiderin, die ein Jahr lang an der Wuppertaler August-Brodde-Schule eine Grundausbildung in Tierakupunktur erhielt.

Vorwürfe, die Tierhomöopathie sei nichts als ein großer Bluff, hört sie immer mal wieder - zumal sich in Deutschland jeder Tierheilpraktiker nennen darf, weil dafür keine spezielle Ausbildung erforderlich ist. "Man muss halt daran glauben", sei ein beliebter Satz der Kritiker.

Meyer: Kritikerwidersprechen sich selbst

"Aber genau dieser Spruch beweist ja das Gegenteil. Tiere glauben nicht und kennen auch kein Placebo. Nach der Behandlung ist eindeutig zu sehen, ob sie angeschlagen hat oder nicht."

Neben Hunden und Katzen zählen auch Pferde und Kleintiere zu ihren Patienten. Wichtig sei, auf die verschiedenen Bedürfnisse der Tiere einzugehen. "Und nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern einen ganzheitlichen Blick auf den Organismus und die äußeren Einflüsse zu werfen, um die Ursache zu finden", erklärt Meyer.

Auch falsches Futter, falsche Haltung oder mangelnde Befriedigung des Spieltriebs können zu Beschwerden führen. "Es kommt sogar vor, dass es das falsche Waschmittel des Besitzers ist, wenn das Tier mit im Bett schläft." Das finde man nur heraus, wenn man die Tiere in gewohnter Umgebung behandele.

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