Viele Firmen suchen noch Nachwuchs

BZI wirbt um Ausbildung in der Zerspanungs- und Industriemechanik

Ausbilderin Jeannine Mastroiacovo (r.) zeigt Cedric Genau, Moritz Hoffmann und Eray Köse (v. l.) die Werkstatt im BZI. Foto: Doro Siewert
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Ausbilderin Jeannine Mastroiacovo (r.) zeigt Cedric Genau, Moritz Hoffmann und Eray Köse (v. l.) die Werkstatt im BZI.

Bildungszentrum richtete einen Aktionstag aus.

Von Valeria Schulte-Niermann

Remscheid. Während der Corona-Krise waren viele Schulen schwer damit beschäftigt, ihren Schulstoff durchzubekommen. Viele konnten sich in dieser Zeit nur schlecht um Berufsorientierung kümmern. So blieben einige Jugendliche orientierungslos zurück. Sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz – und viele Firmen suchen noch Azubis. Um beide zueinander zu führen, veranstaltete das Berufsbildungszentrum der Industrie (BZI) am Donnerstag einen Ausbildungs- und Orientierungstag.

25 Lehrstellen, hauptsächlich in der Zerspanungs-, und Industriemechanik waren bei zwölf Partnern des Berufsbildungszentrums noch nicht vergeben. „Das Problem ist die passgenaue Besetzung“, sagte Vermittlungsmanagerin Gerda Becker. Viele Jugendliche wissen noch nicht, was sie suchen und was die Unterschiede zwischen den verschiedenen Mechaniker-Ausbildungen sind. Dabei halfen die Mitarbeiter des BZI. Sie informierten und brachten die noch „Unversorgten“ mit den suchenden Firmen ins Gespräch – vor Ort oder über Videotelefonie.

Um sich die Tätigkeiten der Lehrberufe besser vorstellen zu können, führte Ausbilder Murat Acir zwölf Interessierte durch neue und alte Gebäude des Zentrums. Zuerst ging es zu den kleinen Maschinen, an denen nicht computergesteuert gesägt, gebohrt, geschliffen und gefeilt wird. „Das ist eher die langweilige Abteilung“, gab Murat Acir zu. Den CNC-Bereich findet er spannender. Riesige Maschinen bearbeiten hier ein Metallstück nahezu von selbst – das Rechnen übernimmt der Computer. Zuletzt zeigte Murat Acir die 3D-Drucker. „Die Anfrage nach Schulungen ist hier aber sehr gering“, sagte er. Er vermutet, weil das Erlernen der Steuerung doch recht simpel ist.

Je nach Ausbildungsberuf verbringen die Azubis ihr erstes Ausbildungsjahr an diesen hochmodernen Maschinen im BZI. Im zweiten Jahr folgt die Spezialisierung in den Firmen. Vier Bewerbungsunterlagen hat Gerda Becker an diesem Tag bekommen. Die Mädchen und Jungen wird sie nun entsprechend beraten und vermitteln.

Beratungen übernimmt sie auch immer wieder mit ihrem Ausbildungsmobil aus dem vom Land geförderten Jobstarter-Projekt. Auf Veranstaltungen, Messen und in Schulen bietet sie im Auto einen neutralen Beratungsraum für Schüler, Azubis, aber auch Arbeitgeber an.

Das diesjährige Ausbildungsjahr startet beim BZI am 16. August. Einige Firmen, besonders kleine Betriebe, stellen aber auch zu anderen Zeiten ein. Daher lohnt sich eine Bewerbung auch außerhalb der üblichen Fristen. Am nächsten Tag der offenen Tür sind dann wieder viele Firmen persönlich vor Ort und alle Interessierten eingeladen – auch, um das neue Gebäude zu begutachten.

Einziger Auszubildender im Bestatterhandwerk hat die Lehre abgeschlossen.

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