Teo Otto Theater

Butterfly berührt mit ergreifender Musik

„Madame Butterfly“ in einer Aufführung des Landestheaters Detmold in italienischer Sprache.
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„Madame Butterfly“ in einer Aufführung des Landestheaters Detmold in italienischer Sprache.

Wunderbarer Opernabend im Teo Otto Theater mit einer fesselnden Inszenierung.

Von Sabine Naber

Remscheid. Mit einer berührenden, fesselnden Inszenierung von Giacomo Puccinis Madame Butterfly, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, sorgten das Landestheater Detmold und die Bergischen Symphoniker im Teo Otto Theater für einen wunderbaren Opernabend.

Schon mit der Ouvertüre, intensiv und eindringlich gespielt, verzauberte Puccinis wunderbare Musik. Auf der Bühne war ein schlichtes Säulenhaus zu sehen, weiße Vorhänge ließen die Umrisse der Personen dahinter nur erahnen. Als sie aufgezogen wurden, war die Hochzeitsgesellschaft zu sehen, denn der amerikanische Offizier Pinkerton, der in Nagasaki stationiert ist, hat ein Haus inklusive des japanischen Geisha-Mädchens Cio-Cio-San, genannt Butterfly gekauft. „Jetzt bist du die Meine“, singt Pinkerton (Stephen Chambers) mit seinem strahlenden Tenor. „In Amerika durchbohren die Menschen Schmetterlinge mit Nadeln“ antwortet ihm Madame Butterfly (Megan Marie Hart) und überzeugt mit ihrem brillanten Sopran. Er heiratet sie, hat aber kein Interesse an einer ernsthaften Beziehung. Butterfly hingegen liebt ihn. Nach seiner Abreise nach Amerika bekommt sie ein Kind von ihm. Und wartet jahrelang, dass er zurückkehrt. Als er tatsächlich kommt, will er nur seinen Sohn holen. Puccinis tragische Geschichte endet dramatisch. Großartige Stimmen, Puccinis melodische, ergreifende Musik, die mal in zarten Nuancen, auf den Höhepunkten aber auch dramatische Kraft entwickelt und Anklänge an die ostasiatische Musik spüren lässt, ein erstklassig aufspielendes Orchester, imposante Kostüme und eine Handlung, die an Dramatik nichts zu wünschen übrig lässt – dafür bedankte sich das Publikum mit viel Applaus.

Schade nur, dass die Zahl der Besucher an diesem Freitag überschaubar war. Wer dabei war, zeigte sich angetan. „Mich hat diese wunderbare Musik unglaublich beeindruckt. Die Harmonie zwischen dem Orchester und den tollen Stimmen, da kam so viel Dynamik rüber“, schwärmte Angelika Dörken. Als sehr angenehm empfand sie, dass die Texte nicht eins zu eins übersetzt wurden, sondern nur die Zeilen eingeblendet wurden, die nötig waren, um der Geschichte folgen zu können. „Ich habe diese Oper mehrmals gehört und heute Abend hat sie mir wieder sehr gut gefallen. Stimmlich war das großartig. Und die Symphoniker waren es auch“, lobte Ilse Büchel.

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