Busbahnhof-Umbau wird 2021 beginnen

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Stadt stellt den Sachstand zur Revitalisierung der Innenstadt vor – Beleuchtungskonzept liegt vorerst auf Eis

Von Andreas Weber

Das Revitalisierungskonzept Innenstadt und der Stadtumbau Stachelhausen/Honsberg sollen in den kommenden Monaten vorangetrieben werden. Die Bezirksvertretung Alt-Remscheid war das erste politische Gremium, das gestern den Sachstand zu der vorbereitenden Untersuchung zum Sanierungsgebiet Alleestraße, zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, den geplanten Terrassen an der Alten Bismarckstraße sowie dem Stadtumbaumanagement Stachelhausen/Honsberg zur Kenntnis nahm. Es gibt dabei Fortschritt und Stillstand.

In Zeiten der Kontaktbeschränkung geht die Stadtverwaltung neue Wege. Die vierwöchige Öffentlichkeitsbeteiligung beim Sanierungsgebiet Alleestraße muss anders als gewohnt stattfinden. Bürger werden über eine Online-Plattform und eine Call-In-Radiosendung eingebunden. „Das Gebot der Stunde war, Neues auszuprobieren“, erklärt Dezernent Peter Heinze. So wird das Meinungsbild zur Zukunft der Allee über eine Online-Plattform eingeholt, zusätzlich wird es am 2. Juni (18 bis 20 Uhr) ein Radioformat geben, in der Fragen und Ideen entgegengenommen werden. Details dazu sollen noch folgen.

„Das Gebot der Stunde war, Neues auszuprobieren.“

Peter Heinze zur Radiosendung

Die öffentliche Werkstatt zur Weiterentwicklung der Einkaufsmeile am 23. März fiel Corona zum Opfer. „Das neue Format birgt die Chance, dass wir an Zielgruppen rankommen, die wir sonst nicht erreicht hätten“, hofft Peter Heinze. Das Beleuchtungskonzept für die Innenstadt liegt derweil aufgrund von Personalmangel auf Eis. „Bislang konnte die Wiederbesetzung für eine Stellenvakanz nicht durchgeführt werden“, teilt Heinze mit.

Ralf Wieber, Geschäftsführer der ISG Alleestraße, nimmt die mangelnde Erhellung mit Befremden zur Kenntnis. „Ich kann das nicht nachvollziehen. Warum erfolgt keine Ausschreibung? Schließlich liegt der Lichtmasterplan von Studio DL in Hildesheim seit einem Jahr vor.“

Insgesamt erhält die Stadt 2020 Fördermittel in Höhe von 6,57 Millionen Euro. Die Verwaltung rechnet mit den Zuwendungsbescheiden im Juni. Den dicksten Batzen macht der Umbau des Busbahnhofs am Friedrich-Ebert-Platz aus. Ende 2020 soll die Ausschreibung fertig sein, 2021 der Baubeginn erfolgen.

„Damit dies gelingt, werden erste Überlegungen zwischen Stadtwerken, TBR und der Stadt angestellt, in welchen Bauphasen die Umsetzung erfolgen kann“, teilt Peter Heinze mit. Zwar liegt die Bewilligung für die Bauausführung nicht in allen Einzelheiten vor, im Städtebauförderprogramm 2020 ist der Ebert-Platz jedoch veröffentlicht.

Nach Abschluss der Entwurfsplanung arbeiten die Fachämter an der Ausführungsplanung, zum Beispiel mit den beiden neuen Ampeln an der Elberfelder Straße inklusive der Fundamente.

Gute Nachrichten gibt es für die Gastronomen an der Alten Bismarckstraße. An der Terrassierung vor den Kneipen und Bars sollen die Gastronomen nicht beteiligt werden. Ursprünglich sollten sie die Hälfte der Investitionskosten übernehmen. Stattdessen erfolgen Bau und Finanzierung durch die Stadt (80 Prozent Fördermittel, 20 Prozent Eigenanteil der Stadt), die Eigentümerin sein wird. Man habe sich zu dem Schritt entschlossen, so Heinze, weil diese zusätzliche Belastung den Wirten in ihrem momentanen Überlebenskampf nicht zuzumuten sei. Heinze spricht von einem „attraktiven Angebot“, bei dem Pachtverträge mit den Gastronomen abgeschlossen werden.

Beginnen sollen die Bauarbeiten für das „grüne Wohnzimmer Stachelhausen“ und den Quartiersplatz an der Kraftstation. Die Vermessungen für die Ausführungsplanung sind abgeschlossen. Liegt diese vor, kalkuliert die Stadt, Ende 2020 die Bauleistungen auszuschreiben und 2021 die Bauarbeiten durchzuführen.

In einem zweiten Schritt soll die Kraftstation an den Quartiersplatz angebunden werden. Mit dem Umbau des Kellers in dem soziokulturellen Zentrum sollen vielfach nutzbare Räume für Angebote und Initiativen aus dem Stadtteil entstehen. | Standpunkt

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Von Andreas Weber

Erneuerung der Innenstadt? Da war doch noch was. Das jahrelange, zähe Ringen um mehr Attraktivität für Remscheids Stadtkern hatte so gut wie keine Früchte abgeworfen. Und war in den letzten Monaten durch Corona zusätzlich ins Hintertreffen geraten. Aber, und das zeigt der Zwischenbericht der Stadtverwaltung, der in den kommenden drei Wochen durch vier politische Gremien laufen wird: Es rührt sich etwas. Zügig ist damit zu rechnen, dass das My Viertel in der Alten Bismarckstraße zu den ersten Gewinnern der Revitalisierung zählen wird. Auch am Busbahnhof Ebert-Platz, über dessen Verkleinerung verbunden mit einer erhöhten Aufenthaltsdauer gestritten wurde, ist eine Zeitschiene für die Bauarbeiten konkret absehbar. Für die Alleestraße allerdings sieht es mau aus. Nicht nur, weil das Beleuchtungskonzept, von dem auch die Einkaufsmeile profitieren wird, seiner Umsetzung harrt, sondern die Fundamente für die Weiterentwicklung der Fußgängerzone noch nicht gegossen sind. Wer nach Sichtbarem auf der Allee fragt, darf sich nur auf das „Probesitzen“ für die neue Möblierung freuen. Immerhin etwas.

|Umbau . . . 

andreas.weber @rga-online.de

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