Geburtstag

Bundesverband der Spanier wird 45 – alle Remscheider sind eingeladen

Antonio Espinosa Segovia ist Vorsitzender des Spanischen Bundesverbandes. Der Verein betreibt sechs Anlaufstellen zwischen Remscheid und Overath.
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Antonio Espinosa Segovia ist Vorsitzender des Spanischen Bundesverbandes. Der Verein betreibt sechs Anlaufstellen zwischen Remscheid und Overath.

Am Samstagabend wird mit Rotwein, Tapas und Flamenco gefeiert.

Von Peter Klohs

Remscheid. Ein solcher Geburtstag ist einen speziellen Abend wert, bei dem es landestypische, kulinarische Spezialitäten genauso zu entdecken gilt wie die besondere, südeuropäische Musik, in diesem Fall den Flamenco: Der Spanische Bundesverband mit Sitz in Remscheid feiert am Samstag, 19. November, sein 45-jähriges Bestehen – und alle Remscheider sind eingeladen.

Der erste Vorsitzende des Vereins, Antonio Espinosa Segovia, blickt mit Demut, aber auch mit Stolz auf die Anfangszeiten zurück. „Als der Verein 1977 gegründet wurde, gab es rund 8000 spanische Menschen in Remscheid. Heute sind es 1100.“ Mittlerweile, so der Vorsitzende, lebt die dritte Generation Spanier in Deutschland. „Und diese nehmen vornehmlich die deutsche Staatsbürgerschaft an und werden folglich nicht mehr der spanischen Gemeinde zugerechnet“, erklärt er die kleiner gewordene Zahl an spanischen Mitbürgern. „Dazu kommt, dass die Menschen der älteren Generation auch gerne wieder nach Spanien zurückgehen.“

Das macht der spanische Bundesverband

Espinosa Segovia erklärt die Arbeit des spanischen Bundesverbands so: „Wir unterstützen Menschen, die nach Deutschland kommen, auf vielfältige Weise. Wir helfen ihnen bei der Beantragung von Unterstützungsleistungen wie Sozialhilfe oder Rente und klären aufenthaltsrechtliche Fragen. Wir suchen mit ihnen gemeinsam eine Arbeitsstelle. Auch die Frage der Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen steht auf unserer Agenda.“ So auch der mögliche Familiennachzug.

„Wir informieren über allgemeine Verbraucherfragen. Und – besonders wichtig – wir organisieren Integrations- und Sprachkurse. Denn ohne die Sprache des Landes zu beherrschen, wird Integration extrem schwierig.“ Und: Gemeinsam mit dem WTT bietet der Bundesverband regelmäßig einen spanischen Kinoabend an der Bismarckstraße an.

Dies alles leistet der Spanische Bundesverband beileibe nicht nur für Spanier, sondern für alle spanischsprechenden Menschen, insbesondere für Menschen aus den spanischsprechenden Ländern Südamerikas. „Wir hatten auch schon eine rumänische Familie hier, die in Spanien gelebt hat und nun über Deutschland wieder zurück in ihr Heimatland wollte. Für solche Fälle haben wir einen Dolmetscher vor Ort, der vier Sprachen spricht.“

Im Jahr 2008, erinnert er sich, kamen viele Spanier nach Deutschland. „Die spanische Regierung hatte ihnen aber zu viel versprochen, was sich als nicht zutreffend erwies, so dass viele von ihnen wieder zurückgezogen sind.“ Aber auch diesen Menschen hilft der Verein, der im Bergischen Land insgesamt sechs Anlaufstellen zwischen Remscheid und Overath hat.

Feier im Vaßbendersaal

Den Geburtstag feiert der Spanische Bundesverband am Samstag ab 16 Uhr im Vaßbendersaal. Der offizielle Teil ist bis 18 Uhr terminiert. Zahlreiche hochrangige Besucher werden erwartet: Die Remscheider Stadtspitze wird durch Thomas Neuhaus vertreten sein, aus der Spanischen Botschaft in Düsseldorf werden ebenso Gäste anwesend sein wie aus dem Spanischen Generalkonsulat, Sven Wolf, Jörg-Dieter Krause, Matthias Heidtmann sowie Erden Ankay-Nachtwein werden für die politischen Parteien der Stadt das Fest besuchen.

In Kooperation mit dem spanischen Elternverein wird ab 19 Uhr das Fest für alle interessierten Remscheider Bürger beginnen. Spanische Gastlichkeit wird im Mittelpunkt stehen: Es gibt spanische Speisen und Rotwein, zwei Gitarristen spielen zudem Flamenco. „Jedweder Besuch ist herzlich willkommen“, sagt Antonio Espinosa Segovia, der sich schon sehr auf das Fest freut.

Partnerschaft

Ein größeres Projekt, das der spanische Bundesverband gemeinsam mit der Remscheider Stadtspitze angeht, ist die mögliche Städtepartnerschaft zwischen Remscheid und Granada. Dazu finden kurzfristig Gespräche mit dem OB statt.

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