Remscheider Bürgerpreis

Marita Lauer kümmert sich um den Nachwuchs

Marita Lauer wurde von der Jury für den Bürgerpreis 2022 nominiert. Sie ist für die Kinder im Ortsteil Kremenholl ehrenamtlich im Einsatz.
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Marita Lauer wurde von der Jury für den Bürgerpreis 2022 nominiert. Sie ist für die Kinder im Ortsteil Kremenholl ehrenamtlich im Einsatz. Foto: Roland Keusch 
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Die Kandidatin für den Remscheider Bürgerpreis betreut Kinder im Treff Echt Kremig.

Remscheid. Seit über einem Jahrzehnt kümmert sich Marita Lauer ehrenamtlich um die Kinder im Ortsteil Kremenholl. Bei ihr können sie spielen, toben, basteln, je nach dem, wozu sie gerade Lust haben. Treffpunkt ist die Kinder- und Jugendwerkstatt vom Verein Echt Kremig – immer wieder mittwochs ab 16 Uhr. „Momentan ist bei den Kindern Bewegung angesagt, vor allem im Spielfachwerkhaus in unserem Garten. Das ist sehr beliebt bei ihnen“, erklärt die 63-Jährige, die im RGA-Gespräch schildert, wie sehr ihr das Freizeitangebot für die Mädchen und Jungen am Herzen liegt.

Ihr Engagement für die Jüngsten findet nun eine besondere Anerkennung: Als Alltagsheldin wurde sie von der Jury für den Bürgerpreis 2022 nominiert. Die Auszeichnung wird von der Stadtsparkasse in Zusammenarbeit mit dem RGA und Radio RSG im Juni zum achten Mal verliehen.

Marita Lauer musste überlegen, seit wann sie eigentlich für den Kindertreff im Einsatz ist. „Das fing sporadisch an und wurde vor über zehn Jahren immer regelmäßiger“, blickt sie zurück. Längst beschäftigt sie sich etliche Stunden in der Woche mit Echt Kremig. Denn: Es gilt, nicht nur den offenen Treff zu betreuen, sondern auch das Gebäude an der Bernhardstraße in Schuss zu halten, das die Gewag der Initiative zur Verfügung gestellt hat.

Um Einnahmen für die Jugendarbeit und für die Nebenkosten des Hauses zu erzielen, vermietet der 2002 gegründete Verein die Räume an Interessierte für Feierlichkeiten. Und so ist Tatkraft gefordert, im Anschluss wieder alles für die Kinder herzurichten, worum sich Marita Lauer kümmert.

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Auch Ausflüge mit den Mädchen und Jungen stehen immer wieder auf dem Programm. „Zum Beispiel ging es kürzlich nach Lennep zu der Alpakafarm“, erinnert sie sich gerne an die Wanderung mit den Tieren durch den Wald an der Panzertalsperre.

Diese und andere Erlebnisse bereichern ihr Leben, erklärt die Mutter zweier erwachsener Söhne, die seit etlichen Jahren auch Mitglied im Stadtteilverein Initiativkreis Kremenholl ist. Ihr Umfeld bezeichnet die gebürtige Solingerin als „ein Stück Heimat“ und das Ehrenamt als etwas, das für sie zum Leben einfach dazugehöre. „Das fing schon bei meinen Söhnen im Kindergarten an. Und setzte sich später in der Schulpflegschaft fort“, erzählt die 63-Jährige, die gemeinsam mit jeweils einer Mitstreiterin für die Kinder da ist.

„Es ist einfach wichtig, dass sie jemanden haben, der ihnen zuhört.“

Marita Lauer über ihren Einsatz

Acht bis zehn junge Besucher kommen regelmäßig zum offenen Treff. Am ersten Samstag im Monat öffnet um 11 Uhr zusätzlich die gut ausgestattete Werkstatt, die den Kindern aber auch mittwochs zur Verfügung steht. „Bohren, sägen, schleifen, töpfern – hier ist vieles möglich“, verweist sie auf das Angebot eines Kollegen, das während der Pandemie pausieren musste. Der Betrieb stand bei Echt Kremig still. „Zwischenzeitlich konnten wir mit einem Ton-Workshop wieder starten. Es war fast unwirklich, dass die Kinder wieder da waren, aber Masken tragen und Abstand halten mussten“, schildert sie ihre Eindrücke aus dem Leben in der Pandemie. Immer wieder stand das Team in Kontakt mit dem Jugendamt, um abzuklären, welche Aktivitäten unter den jeweiligen Corona-Bestimmungen möglich waren.

Lesen Sie auch: Diese Remscheider Alltagshelden stehen zur Wahl

Zwischen Spiel und Spaß wird Marita Lauer aber auch hin und wieder zur Seelentrösterin. „Wenn’s mal kleine und größere Sorgen zu besprechen gibt, ziehe ich mich mit dem Kind in eine ruhige Ecke zurück. Es ist einfach wichtig, dass sie jemanden haben, der ihnen zuhört“, sagt die Kandidatin für den Bürgerpreis, der mit 1000 Euro dotiert ist.

Bereits mit der Nominierung ist aber schon für alle vier Kandidaten ein Preisgeld von jeweils 500 Euro verbunden. Für die Verwendung hat Marita Lauer schon eine erste Vorstellung. „Vielleicht geht es ja noch mal zu den Alpakas“, kündigt sie an. Mit anschließender Wanderung durch den Wald, die den Kindern so viel Freude bereitet hat. Denn das ist schließlich ihre Herzensangelegenheit.

Hintergrund

Bis Sonntag 29. Mai können Interessierte online abstimmen, wer den Bürgerpreis 2022 gewinnen soll. Wer will, kann zudem den Coupon (unten) ausfüllen und an den RGA schicken: Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid. Die Siegerehrung findet im Juni statt.

Wir versichern, dass persönlichen Daten sowie die Daten genannter Dritter nur im Rahmen des Remscheider Bürgerpreises verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken o. ä. erfolgt nicht.

Hier geht es zur Abstimmung

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