Abstimmung

Bürgerpreis: Kandidatin Daniela Gradante lebt für den Sport

Schwer im Einsatz für den Remscheider Turnverein: Bürgerpreis-Kandidatin Daniela Gradante (40). Foto: Roland Keusch
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Schwer im Einsatz für den Remscheider Turnverein: Bürgerpreis-Kandidatin Daniela Gradante (40).
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Für die Auszeichnung von Stadtsparkasse, RGA und Radio RSG können Interessenten bis 30. Mai abstimmen

Remscheid. Daniela Gradante wurde in den Remscheider Turnverein (RTV) hineingeboren, wie sie sagt. „Meine Eltern haben sich im RTV kennengelernt. Meine Mutter war Leistungsturnerin, mein Vater spielte Handball.“ Der Verein war stets Teil ihres Familienlebens. Heute trägt die 40-Jährige maßgeblich dazu bei, die sportliche Heimat für 1400 Mitglieder zu bewahren und zu gestalten. Ihr Engagement hat der „Vorsitzenden Sport“ die Nominierung für den Ehrenamtspreis 2021 beschert.

Bürgerpreis 2021

Dies betrachtet sie vor allem als Würdigung der Menschen, die im RTV an ihrer Seite stehen. „Wir haben ein unglaublich nettes Führungsteam mit einer tollen Arbeitsweise“, betont die Remscheiderin, die in ihren Jugendjahren ihre Leidenschaft für den Mannschaftssport Handball entdeckte. Über Kinderangebote beim RTV kam sie zunächst zum Turnen und später zu den Bewegungsathleten bei den Artistic Jumpers.

Es war aber der Handball, der ihr Herz erobern sollte. Auch heute noch ist sie neben ihrer Vorstandstätigkeit als Trainerin und Spielerin dort im Einsatz: „Das ist mein Steckenpferd“, erklärt Daniela Gradante mit Blick auf ihren ehrenamtlichen Einsatz, den sie bereits als Jugendliche geleistet hat. Damals ließ sie sich zunächst zur Gruppenhelferin und dann zur Übungsleiterin ausbilden.

Seit 2015 trägt sie als „Vorsitzende Sport“ Verantwortung für das gesamte Spektrum beim RTV. Es ist ein weites Feld, wie sie sagt. Über 20 unterschiedliche Sportarten bietet der Verein – vornehmlich in seinen Hallen an der Theodor-Körner-Straße. Von Volleyball und Tischtennis bis Badminton, von Taekwondo bis Zumba, von der Krabbelgruppe bis zum Bogenschießen reichen die Angebote, die der RTV vorhält. Da gilt es, vieles zu koordinieren und zu organisieren. „Es ist fast ein Halbtagsjob“, erklärt Daniela Gradante, die hauptberuflich in Wermelskirchen als Krankenschwester arbeitet und in einer Patchworkfamilie mit fünf Kindern lebt.

Ihr Ehrenamt wurde von der Pandemie auf den Kopf gestellt. „Ich werde nie vergessen, als mein Partner sagte: ,Ela, wir müssen das absagen‘“, blickt sie auf den Hallentrödelmarkt zurück, der 2020 der ersten Corona-Welle zum Opfer fiel. Er war der Beginn einer Krisenzeit im RTV, die von massiven Einschränkungen und dem kompletten Ausfall der Trainingsangebote geprägt war. „Am Anfang haben wir uns in Aufgaben gestürzt, die liegen geblieben waren. Wir haben Sportgeräte sortiert, Inventur gemacht und kleinere Renovierungsarbeiten in Eigenregie vorgenommen.“

„Ich habe dem Sport so viele schöne Erlebnisse und Freundschaften zu verdanken.“

Daniela Gradante, Bürgerpreiskandidatin

Zwischenzeitlich konnten sportliche Aktivitäten an die frische Luft verlegt werden – aber stets unter klar geregelten Bedingungen. „Ich weiß nicht mehr, wie viele Verordnungen wir vom Bund, Land und der Stadt erhalten haben und in unsere Konzepte einarbeiten mussten. Es war extrem anstrengend“, sagt die Remscheiderin mit Blick auf ein denkwürdiges Jahr.

Für sie hat und hatte es oberste Priorität, den Kontakt zu den Mitgliedern, zur Basis zu behalten. Dabei halfen ihr und ihrem Team die Möglichkeiten des Internets und die modernen Kommunikationswege. Da werden für die Rückenschule Übungen online übertragen, da gibt es Zumba für Zuhause oder auch schon mal einen Buchstabenlauf mit Aufgaben für die Damenhandball-Mannschaft, die per Web vorgegeben werden. Aber: Trotz dieser und anderer Angebote beklagt der RTV einen Aderlass. „Wir haben pro Jahr eine Fluktuation von 300 Mitgliedern, die wir aber durch die Gewinnung neuer Mitglieder ausgleichen können. Dieser Ausgleich fand im letzten Jahr aber nicht statt“, bedauert Daniela Gradante. Dabei laufen viele Kosten weiter – für hauptamtliche Mitarbeiter ebenso wie für die vereinseigene Halle an der Theodor-Körner-Straße.

Doch es gibt Hoffnung. „Sobald es die Pandemie zulässt, können wir sofort loslegen. Wir stehen in den Startlöchern, es ist quasi angerichtet – sowohl unser Sport- wie auch ein umfangreiches Sommerferienprogramm“, sagt die 40-Jährige, die ihr Ehrenamt nicht missen möchte: „Ich habe dem Sport so viele schöne Erlebnisse und Freundschaften zu verdanken.“ Dies will sie insbesondere Jugendlichen vermitteln, für die sie eine Lanze bricht. „Ich wehre mich mit Händen und Füßen dagegen, wenn behauptet wird, dass die Jugend von heute schlechter sei als die Jugend von gestern. Im Gegenteil: Wir haben einen tollen Nachwuchs, in dem so viel steckt – auch die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen.“

Ihm beim RTV ein Zuhause zu geben, ist für sie große Motivation. Und das ist ganz bestimmt im Sinne ihrer Eltern Ulrike und Jochen Hartenstein, die ihr den Einsatz für den RTV in die Wiege gelegt haben.

Abstimmung

Zur Teilnahme an der Abstimmung reicht ein Klick im Internet. Die Abstimmungsphase ist am Montag, 17. Mai, gestartet und endet am Sonntag, 30. Mai, unter:

www.rga.de/buergerpreis

Interessenten haben auch die Möglichkeit, den Kupon (rechts) auszufüllen und ihn an den RGA zu schicken: Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid.

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