Politik

Bündnis für Remscheid wirbt beim Jugendrat

Hofft auf Mitstreiter für Bündnis: Daniel Pilz. Foto: Roland Keusch
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Hofft auf Mitstreiter für Bündnis: Daniel Pilz.
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Klima: Daniel Pilz will Jugendliche ins Boot holen.

Von Andreas Weber

Remscheid. In dem Gremium, in dem Daniel Pilz seinen ersten politischen Reifeprozess durchlief, warb er jetzt für Unterstützung. Der junge Lenneper SPD-Politiker machte dem Jugendrat bei dessen letzter Online- Sitzung die Teilnahme an dem neuen „Bündnis für Remscheid“ schmackhaft.

Auf dem relativ schnell erlahmten Schwung der Fridays-For-Future-Bewegung (FFF) aufbauend, will er mit Leonie Reiß und Jörg Liesendahl (Leiter der Natur-Schule Grund) Zukunftsthemen in die Öffentlichkeit tragen, Klimaschäden und deren Folgen vor Ort anprangern. Dies soll nicht mit der Keule geschehen. Eine Art Show mit vielen bunten Beiträgen zum Klimaschutz soll am Ende in fünf Monaten stehen. Einen Veranstaltungsort gibt es noch nicht. Möglicherweise benötigt das Bündnis diesen nicht, weil corona-geschuldet nur gestreamt werden kann.

„Es wird eine Art FFF 2.0“, erklärte Pilz, versicherte aber, dass die auf der Straße marschierende Schülerbewegung nicht kopiert, das Bündnis andere Akzente setzen werde. Übergreifend soll mit Initiativen in Solingen und Wuppertal zusammengearbeitet werden, neben Jugendlichen sollen auch Erwachsene in hiesigen Institutionen wie DGB, Caritas, Greenpeace oder dem Kinderschutzbund ins Boot geholt werden.

Ansprechen will Pilz auch alle Schülervertretungen. Und natürlich den Jugendrat. Der wäre für eine Teilnahme am Bündnis prädestiniert. Hat er doch zu Beginn seiner 9. Amtsperiode die Projektgruppe „Nachhaltigkeit und Klimaschutz“ eingerichtet.

Das „Bündnis für Remscheid“ will auch nachhaken, was aus der Selbstverpflichtung zum Klimaschutz geworden ist, die FFF 2019 in Remscheid auf den Weg gebracht hat und vor allem, was aus dem 13 Punkte umfassenden Forderungskatalog an Politik und Verwaltung wurde. Dazu zählen die Einführung von Wasserspendern in allen Schulen, das Geschenk einer wiederverwendbaren Trinkflasche für jeden Schüler zu Beginn seiner Schulzeit, mehr Grün an und in den Schulen, striktere Mülltrennung in Klassenräumen und durch das Reinigungspersonal und zertifizierter Ökostrom für alle Schulgebäude.

Es fehlt eine vernünftige Mountainbike-Strecke

Beim Sachstand zur Projektgruppe „Pimp up the city“ meldete sich Liv Ajder mit einer Idee. Sie war von zwei Mitschülern am GBG angesprochen worden, die bemängeln, dass es keine vernünftige Mountainbike-Strecke in Remscheid gibt. Der versteckt gelegene BMX-Parcours in Holz (Hasten) sei nicht ideal. Michael Ketterer (Jugendamt) wies darauf hin, dass der RSV Adler Lüttringhausen dabei sei, einen kleinen Pumptrack (spezielle Mountainbike-Strecke) auf die Beine zu stellen.

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