Broschüre beleuchtet bergische Wurzeln der Röntgens

Präsentieren die Broschüre: (vorn, v. l.) Kathrin Gilberg, Dr. Uwe Busch, (hinten, v. l.) Karl Heinz Humpert, Jörg Holtschneider, Martin Mayer. Foto: mw
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Präsentieren die Broschüre: (vorn, v. l.) Kathrin Gilberg, Dr. Uwe Busch, (hinten, v. l.) Karl Heinz Humpert, Jörg Holtschneider, Martin Mayer. Foto: mw

Historiker Jörg Holtschneider arbeitete die Familiengeschichte auf – Projekt wird von der Bürgerstiftung gefördert

Von Melissa Wienzek

Der gebürtige Lenneper Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte vor 125 Jahren die Röntgenstrahlen. Das weiß jeder. Aber wer weiß schon, dass sich die familiären Wurzeln der Familie Röntgen bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen? Die ältesten Vorfahren stammten aus Dabringhausen, heute ein Ortsteil von Wermelskirchen. Vier Generationen der Familie Röntgen lebten zudem seit 1720 in Lennep. Sie heirateten in bekannte Tuchhändler-Familien wie Moll und Frowein ein. So lassen sich ganze sechs Generationen zurückverfolgen.

Diese und weitere interessante Fakten über die bergischen Wurzeln der Familie Röntgen beleuchtet die neue Broschüre „Röntgen in Lennep – Die Lenneper Familie von Wilhelm Conrad Röntgen im Spiegel ihrer Zeit zwischen 1700 und 2020“. Sie hat eine Auflage von 1000 Stück und wird künftig im Deutschen Röntgen-Museum und im Geburtshaus für kleines Geld erhältlich sein. Herausgeber ist das Museum, die Gestaltung übernahm die Remscheider Agentur sgp. Die Druckkosten stemmte die Stadt Remscheid, die Kosten für das Layout die Bürgerstiftung Remscheid. Die Recherchearbeit des Remscheider Historikers Jörg Holtschneider finanzierte die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums.

Die Röntgens besaßen in der Kimmenau Grundstücke

Für die Bürgerstiftung ist es ein Projekt, das den Stiftungszweck voll erfüllt. „Wir fördern Kultur und Wissenschaft sowie Denkmal- und Heimatpflege. Daher war es für uns klar, dass wir die Broschüre gern unterstützen“, sagt die Vorstandsvorsitzende Kathrin Gilberg. Karl Heinz Humpert, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung, freut sich, dass der Mensch Wilhelm Conrad Röntgen hierbei im Fokus steht. „Die Broschüre ist eine gute Ergänzung zu den technischen Angeboten im Museum.“

Zwei Wochen hat Jörg Holtscheider eine ansprechende Broschüre erstellt und die bisherigen Erkenntnisse mit Leben gefüllt. Mit Röntgen beschäftigt er sich schon seit Jahren. „Im 16. oder 17. Jahrhundert hört es einfach auf. Teilweise gibt es Namensgleichheiten, es fehlen viele Kirchenbücher. Manchmal wurde auch nur ein getauftes Kind eingetragen, aber nicht, wie es heißt.“ Dennoch brachte er so manches ans Licht. Zum Beispiel, dass die Röntgens in der Kimmenau Grundstücke besaßen. Oder wie das Leben einst in Lennep war. Denn die Röntgens seien damals eine typische bergische Familie gewesen.

Diesen Lebensweg kann nun jeder nachverfolgen. „Bisher hatte das noch niemand so richtig aufgearbeitet“, sagt Museumsdirektor Dr. Uwe Busch. „Jetzt im Röntgen-Jahr finden wir diese Klammer.“

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