Konzert

Morgen: Remscheiderin Britta Wurm singt beim „Elias“ mit

In der Lutherkirche tritt Britta Wurm mit dem Mozart-Chor und weiteren Musikern auf.
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In der Lutherkirche tritt Britta Wurm mit dem Mozart-Chor und weiteren Musikern auf.
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Mendelssohn-Oratorium am 5. November mit 110 Beteiligten. Es gibt noch Tickets.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Genau dort, wo für sie als Fünfjährige der musikalische Weg begann, ist sie nun Teil eines 110-Mann-starken Konzerts: Britta Wurm singt als eine von mehr als 60 Sängerinnen und Sängern des Mozart-Chores mit, der kommende Woche Samstag gemeinsam mit weiteren Musikerinnen und Musikern das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy in der Lutherkirche aufführt.

Genau hier sang die gebürtige Remscheiderin bereits im Kinderchor mit. „Ich konnte Noten lesen, bevor ich schreiben konnte“, erzählt die 61-Jährige. Die Musik und die Kultur haben sie seitdem nie mehr losgelassen. Früh erhielt sie Gesangsunterricht, lernte Klavier und Querflöte, legte sogar die C-Prüfung Orgel ab. Und sang stets in Chören. Heute fördert sie nicht nur gemeinsam mit ihrem Mann Peter über die Wurm-Stiftung die Kulturarbeit in Remscheid, sondern macht selbst mit.

Seit mehr als 20 Jahren singt sie bereits im Mozart-Chor mit, einem Projektchor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler. „Es gibt einen harten Kern von 30 oder 40, die teilweise genauso lange dabei sind“, erzählt sie. So übrigens auch ihr Mann. Die meisten seien erfahrene Chorsänger, aber es kämen auch immer wieder neue hinzu. Denn für jedes Projekt bildet sich der Mozart-Chor, den es seit 2000 gibt, immer wieder neu. Und jedes Mal ist Britta Wurm gern dabei. „Für mich ist der Chorgesang ein guter Ausgleich zu allen Mühsalen des Lebens“, sagt sie. „Ich gehe nach den Proben immer mit mehr Energie raus, als ich reingegangen bin.“

Die Medizinerin, die zunächst an Kliniken gearbeitet hat und später in die Industrie im Bereich Gesundheitskommunikation wechselte, schätzt die besondere Vorgehensweise des Mozart-Chores: Es gibt keine wöchentlichen Proben zu festen Uhrzeiten, sondern die Sängerinnen und Sänger erhalten vorab Übungsdateien von Christoph Spengler, mit denen sie sich zu Hause das Werk erarbeiten. „Bei der ersten Probe gestaltet man daher sofort.“

Britta Wurm singt Alt, Peter Wurm Tenor. Beide wirken übrigens auch bei „Rockin’ around the Xmas tree“ mit, Britta Wurm singt zudem in einem Kölner Chor. Am „Elias“ reize sie nicht nur die Dramatik. „Mendelssohn ist ein Fest für die Zuhörer. Er schreibt eine unheimlich zu Herzen gehende, romantische Musik.“ Wenn von Sturm die Rede sei, dann höre man ihn auch. Auch für die Sänger sei das Stück um den wortgewaltigen Propheten, der sich gegen die heidnischen Baal-Priester auflehnt, ein Fest. „Jeder denkt: Meine Stimme ist die Melodiestimme.“

Die Mitwirkenden: 110. Neben den 40 Bergischen Symphonikern und den mehr als 60 Sängerinnen und Sängern des Mozart-Chores wirken Judith Hoffmann als Sopranistin – sie springt für die erkrankte Ewa Stoschek ein –, Bettina Schaeffer (Alt), Johannes Mang (Tenor) und Christoph Scheeben (Bass) mit.

Die Finanzierung: Das Projekt kostet rund 15 000 Euro, die durch den Eintritt nicht wieder reinzuholen sind. „Ich bin dankbar, dass wir eine solch aufwendige Aufführung in diesen Zeiten überhaupt realisieren können“, sagt Christoph Spengler. Veranstalter sind der Verein Bergische Musikprojekte und der Gesamtverband Evangelischer Kirchengemeinden in Alt-Remscheid.

Karten

Der Eintritt für die Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy am Samstag, 5. November, 18 Uhr, in der Lutherkirche kostet 20 Euro, Schüler und Studierende zahlen 5 Euro. Karten gibt es bei den Remscheid-Live-Vorverkaufsstellen, an der Abendkasse und hier: termine.rga.de

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