Blumen mussten dem Gemüse weichen

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

Remscheid -wey- 1995 Wann das Freibad im Eschbachtal in diesem Jahr aufmachen wird, steht noch nicht fest, dass aber vor der Eröffnung jede Menge Arbeit nötig war, hingegen schon. Ähnliches gab es auch schon vor 25 Jahren, als der RGA am 26. Juni unter der Überschrift „Hoffen auf Petrus“ über die alljährliche Wiedereröffnung des Bades berichtete. Und darüber, dass die Ehrenamtler des Fördervereins zuvor über 2000 Arbeitsstunden hineingesteckt hatten. Nur das geplante Beachvolleyball-Feld konnte nicht realisiert werden, wie der Vorsitzende berichtete: „Wir haben leider von den Volleyballvereinen, die das ins Gespräch gebracht haben, nichts mehr gehört.“ Inzwischen gibt es das Feld ja.

1970 Das Wetter, es spielte auch vor 50 Jahren eine große Rolle, als der Tüpitter am 27. Juni in einer kleinen Meldung von dem Schicksal einer Hastener Familie berichtete, das das örtliche Gendarmeriepostenkommando der Redaktion gemeldet hatte: Die Remscheider waren zum Urlaub in Tirol, als der „Zufahrtsweg zum Pensionshaus“ von einem „schweren Unwetter“ weggespült wurde und der „ordnungsgemäß vor der Garage abgestellte Remscheider Pkw“ weggetragen wurde.

1945 Vor 75 Jahren hingegen war, kurz nach dem Krieg, weder an Urlaub noch an Freibäder zu denken. Stattdessen vermeldet das Amtliche Mitteilungsblatt der Stadt Remscheid am 14. Juni eine Verfügung der damaligen Militärregierung, wonach die örtlichen Gartenbaubetriebe nur noch zehn Prozent ihrer Fläche, gemessen am Stand von 1938/39, für die Zucht von Blumen und anderen Zierpflanzen verwenden dürfen. Auf den restlichen Anbauflächen sollen stattdessen Gemüse- und andere Nutzpflanzen herangezogen und dann den örtlichen Landwirten zur Verfügung gestellt werden. Denn: „Es muss bei der derzeitig schwierigen Ernährungslage, die voraussichtlich noch lange Zeit anhalten wird, jeder Quadratmeter Boden in den Dienst der Nahrungsgewinnung gestellt werden.“

1920 Um den städtischen Haushalt drehte sich hingegen ein Text, der am 24. Juni vor 100 Jahren im Tüpitter zu lesen war. Nachdem das kommunale Budget im Vorjahr statt der geplanten 10 Millionen Mark am Ende 18 Millionen betragen hatte, planten die Stadtverordneten nun mit über 33 Millionen. „Niemand regte sich über die Millionenlawine auf“, zitiert der RGA einen Verordneten – und meldete tags drauf, dass der Plan einstimmig verabschiedet wurde. Ein Jahrhundert später plant die Verwaltung übrigens mit Ausgaben von über 400 Millionen Euro.

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