Blitzer soll Forsten sicherer machen

Remscheid bekommt einen neuen stationären Blitzer

Zuletzt kam es am Montag zu einem Unfall auf der Kreisstraße 2 bei Forsten. Ein 46-Jähriger wurde dabei schwer verletzt. Foto: Ralf Kollmann
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Zuletzt kam es am Montag zu einem Unfall auf der Kreisstraße 2 bei Forsten. Ein 46-Jähriger wurde dabei schwer verletzt.

Die Unfallkommission spricht sich zudem für Tempo 50 auf der Strecke nach Hückeswagen aus.

Von Manuel Böhnke

Remscheid bekommt einen neuen stationären Blitzer. Das bestätigt Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann. Die Unfallkommission habe im Juni entschieden, dass zukünftig die Geschwindigkeit auf der Kreisstraße 2 (K2) zwischen Remscheid und Hückeswagen kontrolliert wird. Damit reagieren die Verantwortlichen auf mehrere schwere Unfälle nahe der Ortschaft Forsten.

Im April hatte Beckmann im Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung angekündigt, das Thema in der Unfallkommission zu besprechen. Vorausgegangen war ein schwerer Crash bei Forsten mit fünf Schwerverletzten. Bereits im Januar 2018 war in der Nähe eine 84-Jährige bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der Fahrer eines Mercedes-Geländewagens soll den Unfall mit einem riskanten Überholmanöver verursacht haben. Zuletzt verletzte sich am Montag ein 46-Jähriger auf der K2 schwer, als er auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen Pick-up verlor.

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Jürgen Beckmann bestätigt, dass die Häufung schwerer Unfälle ausschlaggebend für die Entscheidung der Unfallkommission gewesen sei, die Strecke als Unfallschwerpunkt einzustufen. „Kriterien dafür sind etwa wiederholte Unfälle gleichen Typus oder gleicher Ursache an einem Ort“, erläutert er.

Mit stationären Blitzern hat die Stadt gute Erfahrungen gemacht

Die Empfehlung der Kommission, die neben der Stadt auch die Polizei, die Bezirksregierung und Straßen NRW sowie die Technischen Betriebe als Träger der Straßenbaulast angehören, hat verpflichtenden Charakter. Beckmann kündigt an, sie alsbald umsetzen zu wollen, die Planungen laufen. Derzeit seien finanzielle und technische Fragen zu klären. Denn im aktuellen Haushalt sind keine Mittel für die Anlage vorgesehen. Außerdem gebe es an der empfohlenen Stelle noch keine Stromversorgung. Die muss zunächst sichergestellt werden.

Das Messgerät wird zwischen Forsten und der Stadtgrenze Hückeswagens stehen und Geschwindigkeitsüberschreitungen in beide Fahrtrichtungen erfassen. Das Ziel der Maßnahme ist es laut Beckmann, Geschwindigkeitsniveau und Unfallrisiko dauerhaft zu senken. Deshalb sei die Entscheidung beispielsweise gegen mobile Messungen gefallen. Die seien nur bedingt geeignet, da bei den Unfällen auf der Kreisstraße keine zeitlichen Regelmäßigkeiten festzustellen waren.

Der Remscheider Ordnungsamtsleiter ist durchaus optimistisch, dass die Maßnahme den gewünschten Effekt erzielt. So habe die Stadt etwa an der Solinger und der Neuenkamper Straße die Erfahrung gemacht, dass fest installierte Blitzer die Unfallzahlen tatsächlich senken können. „Wir hoffen auf der K2 auf einen ähnlichen Effekt.“

Zudem hat sich die Kommission für eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern auf dem Streckenabschnitt nach Hückeswagen ausgesprochen. Bislang ist dort teilweise Tempo 70 erlaubt.

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