Verkehr

Blitzer bringt 150 000 Euro in die Stadtkasse

Wer hier auf der Lenneper Straße nachts schneller als 30 Stundenkilometer fährt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Foto: Roland Keusch
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Wer hier auf der Lenneper Straße nachts schneller als 30 Stundenkilometer fährt, muss mit einem Bußgeld rechnen.
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Einnahmen aus der Anlage an der Lenneper Straße erfüllen die Erwartungen. Sie soll dem Lärmschutz dienen.

Von Frank Michalczak

Der neue Blitzer an der Lenneper Straße bescherte der Remscheider Stadtkasse in den vergangenen sechs Monaten Bruttoeinnahmen von rund 100 000 Euro. Diese Bilanz zieht Ordnungsamtschef Jürgen Beckmann. „Allerdings müssen wir von dieser Summe einiges abziehen“, schränkt er ein.

Wer zum Beispiel gegen ein Bußgeld juristisch vorgeht, zahlt es nicht an die Kommune, sondern ans Gericht – falls das Urteil nicht im Sinne des Klägers ausfällt. Dennoch: Mit den bisherigen Einnahmen erfülle die Messstation die Erwartungen. Die Stadtverwaltung rechnete damit, dass sie pro Jahr rund 150 000 Euro einbringt.

Standpunkt von Frank Michalczak

Es ist eine Anlage, die in dem Tempo-30-Bereich dem Lärmschutz dienen soll – und daher ausschließlich „nachtaktiv“ ist, wie es Jürgen Beckmann umschreibt. Der personell geschwächten Behörde bringt sie eine Flut zusätzlicher Vorgänge. Die Mitarbeiter müssen Fotos sichten, Kfz-Kennzeichen abgleichen, Adressen suchen, Bußgeldschreiben versenden. „Bei der Bildauswertung macht neue Technik die Arbeit effizienter. Aber irgendwann ist das auch ausgereizt“, erklärt Amtsleiter Beckmann.

Etwa 100 000 Vorgänge müssen seine Kollegen im Jahr bearbeiten – vom Knöllchen im ruhenden Verkehr bis hin zur Geschwindigkeitsüberschreitung reicht dabei das Spektrum. Dies entspricht einem Bruttowert von 3,2 Millionen Euro. Dieser Betrag könnte künftig steigen – durch zwei neue Fahrzeuge mit neuer Technik, die kreuz und quer auf Remscheider Stadtgebiet im Einsatz sind.

Drei Messfahrzeuge stehen der Behörde zur Verfügung

Sie werden insbesondere dort platziert, wo viele Kinder unterwegs sind. Die beiden Fahrzeuge, aus denen in beiden Richtungen die Geschwindigkeit gemessen werden kann, ermöglichen einen effizienteren Personaleinsatz. Bei der herkömmlichen Radartechnik muss ein Mitarbeiter stets am Kontrollgerät sitzen, um später bei eventuellen Gerichtsverfahren als Zeuge bereitstehen zu können. Bei der Lasertechnik, die nun zum Einsatz kommt, akzeptieren die Gerichte das reine Messergebnis. Dazu müsse nur dokumentiert sein, dass das Gerät vorschriftsmäßig eingerichtet wurde. Vorteil der mobilen Kontrollen ist ihre Flexibilität. Denn: Kein Autofahrer kann ahnen, wo sich gerade die „Laserfalle“ befindet.

Eine erste Bilanz zu ziehen, sei noch nicht möglich, erklärt Beckmann. Die Fahrzeuge seien erst einige Monate im Einsatz. „Sie kamen verspätet an. Und dann stellte sich heraus, dass vom Anbieter noch Nachbesserungen vorgenommen werden mussten – unter anderem bei der Heizungsanlage“, berichtet der Behördenchef.

Dem stehen nun insgesamt drei Fahrzeuge bei der mobilen Überwachung zur Verfügung – die beiden Neuwagen mit Lasertechnik und ein Fahrzeug, in dem noch auf herkömmlicher Weise gemessen wird.

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