Renovierung

Bis Weihnachten soll die Sanierung der katholischen Kirche beendet sein

Auf Baustellentour (v.l.): Sakristan Markus Borek, Architekt Wolfgang Brechbühl, Thomas Adam, Chef der beauftragten Firma, und Kirchenvorstand Ottmar Gebhardt. Foto: Roland Keusch
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Auf Baustellentour (v.l.): Sakristan Markus Borek, Architekt Wolfgang Brechbühl, Thomas Adam, Chef der beauftragten Firma, und Kirchenvorstand Ottmar Gebhardt.

Die Instandsetzung der katholischen Kirche St. Suitbertus steht nach drei Jahren vor dem Abschluss.

Von Peter Klohs

Remscheid. Die Renovierung der katholischen Kirche St. Suitbertus an der Papenberger Straße liegt in den letzten Zügen. Von außen bemerkt man kaum etwas von den Innenarbeiten, die zur Zeit noch durchgeführt werden. Vielleicht erkennt man ein mageres Licht hier und da, aber das ist es auch schon.

Im Kircheninnenraum sind Baugerüste aufgebaut, manche gewiss bis zu 15 Meter hoch, andere sind mit Planen abgedeckt. Wie Wolfgang Brechbühl, Architekt der Sanierung, berichtet, begann die Arbeiten an der Kirche 2018. „Wir haben eine komplett neue Verschalung angebracht“, sagt der Düsseldorfer Architekt, „zum Teil mit Natursteinen das Äußere der Kirche erneuert, mit neuen Sparren ein neues Unterdach erstellt und die Kirche neu verschiefert. Das alles verlief natürlich nicht ohne Verzögerungen, denn wie so viele Betriebe haben auch wir den Rohstoffmangel zu spüren bekommen. Es gab Zeiten, in denen kein Schiefer lieferbar war. Hin und wieder hat sich auch die Denkmalschutzbehörde, die ein gewichtiges Wort mitspricht, gemeldet.“

Kirchenvorstand Ottmar Gebhardt erinnert sich an eine Begebenheit vor gut zwei Monaten. „Wir haben im Außenbereich der Kirche Kupferrohre montiert. Unmittelbar danach sind diese Rohre von Unbekannten entwendet worden, was einen Schaden von rund 2000 Euro verursacht hat. Jetzt haben wir Gussrohre verlegt.“

Die Innenarbeiten sind der letzte Teil der umfangreichen Sanierung. Partiell finden Ausbesserungsarbeiten statt, alte, marode Stellen werden fachgerecht ausgebessert. „Zum Teil sind die zu restaurierenden Stellen altersbedingt entstanden“, weiß Thomas Adam, Chef des ausführenden Betriebes, „ich kann aber auch nicht ausschließen, dass manche Stellen durch die Baumaßnahmen von außen zutage getreten sind.“

So finden zur Zeit hauptsächlich Malerarbeiten statt. Beiputz wird aufgebracht, die ursprüngliche Farbe an den maroden Stellen wiederhergestellt. „Das werden wohl die letzten Arbeiten sein“, hofft Thomas Adam.

Remscheid: In die Orgel darf kein Fitzelchen Staub geraten

Eine besondere Aufgabe steht noch bevor: Links oben auf der Orgelempore, nicht weit vom 1922 erbauten großen Instrument mit seinen 33 Registern und drei Manualen, befindet sich eine Fläche in der Wand, an der der Putz abgeblättert zu sein scheint und die renoviert werden muss.

Da der Kirchenmusiker von St. Suitbertus, Dieter Leibold, bereits im Vorfeld dieser Arbeiten Bedenken erhoben hat, da er befürchtet, die Orgel könne diese Arbeiten nicht unbeschadet überstehen, wird das riesige Instrument abgehangen. „Es darf nicht ein Fitzelchen Staub eindringen“, ist der Sakristan der Kirche, Markus Borek, sicher. „Darauf legen wir auch großen Wert. Für diese Arbeiten ist eine spezielle Hebebühne nötig.“

Danach, so der Architekt Wolfgang Brechbühl, seien die Arbeiten in der Kirche so gut wie abgeschlossen. „Dann gibt es nur noch diverse Kleinigkeiten zu erledigen“, erklärt Brechbühl. „Wir haben begründete Hoffnung, dass wir pünktlich zu Weihnachten mit allen Arbeiten fertig sein werden und wir die Renovierungsarbeiten für dieses Mal abschließen können.“

Kirchenvorstand Ottmar Gebhardt weist darauf hin, dass irgendwo in der Pfarrei St. Suitbertus immer etwas anliege und zu renovieren sei. „Bei vier Kirchen, diversen Kitas und anderen Gebäuden ist das ja auch normal.“ 2011 haben sich St. Engelbert, St. Marien, St, Suitbertus sowie St. Josef zur Pfarrei St. Suitbertus zusammengeschlossen.

Die Kosten der Renovierungsarbeiten in und an der Kirche beziffert der Architekt mit 1,7 Millionen Euro, die vom Erzbistum in Köln getragen werden. „Wir sind noch im Plan“, verkündet Brechbühl.

Nicht nur Sakristan Markus Borek hofft, dass die Gemeinde Weihnachten „einigermaßen normal feiern kann. Die Besucher der Gottesdienste werden mit Abstand platziert und namentlich nicht erfasst. Es finden auch keine Kontrollen statt. Als Kirche setzen wir auf Selbstverantwortung.“

St. Suitbertus

Die neuromanische Basilika St. Suitbertus wurde 1883 - 1884 gebaut und am 28. September 1884 geweiht. Der Bau des Glockenturms Anbau der Kirche folgte 1895. Das Dekanat Remscheid gehört zum Erzbistum Köln.

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