Beverly-Grundstück: Zukunft ist ungewiss

Seit inzwischen sechs Jahren ist das frühere Beverly-Grundstück ein Schandfleck am Ortseingang von Unterburg. Archivfoto: Michael Schütz
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Seit inzwischen sechs Jahren ist das frühere Beverly-Grundstück ein Schandfleck am Ortseingang von Unterburg. Archivfoto: Michael Schütz

Zwangsversteigerung fand nicht statt

Von Manuel Böhnke

Die Zukunft des früheren Beverly-Grundstücks entwickelt sich zur Hängepartie. Ursprünglich sollte vorige Woche eine Zwangsversteigerung einen neuen Eigentümer hervorbringen. Doch der Termin im Solinger Amtsgericht konnte coronabedingt nicht stattfinden, bestätigte eine Gerichtssprecherin auf RGA-Anfrage. Damit bleibt die Zukunft des Areals in Unterburg ungewiss.

Mehr als sechs Jahre ist es her, dass ein Mann den damaligen Swingerclub Beverly anzündete. Auslöser der Tat war ein Streit über die Gage des späteren Täters. Das Landgericht Wuppertal verurteilte ihn zu neun Jahren Haft. Der Grund für die harte Strafe: Als er die Erotikdisco mit Benzin in Brand setzte, befanden sich noch Menschen in dem Gebäude.

Seitdem steht die Frage im Raum, was mit dem Grundstück geschieht. Klar ist: Trotz des verschobenen Termins für die Zwangsversteigerung hat die Stadt Solingen weiterhin Interesse an der mehr als 3100 Quadratmeter großen Fläche. „Dabei muss aber der tatsächliche Kaufpreis wirtschaftlich sein und berücksichtigen, dass das Grundstück nicht im Ortskern, sondern im Außenbereich liegt“, betont Rathaussprecherin Sabine Rische auf Nachfrage. Ein Gutachter setzte den Verkehrswert des Grundstücks für die Zwangsversteigerung auf 135 000 Euro fest.

Was sie auf der Fläche im Falle eines Zuschlags planen würde, dazu hält sich die Verwaltung noch bedeckt. Die Nutzung könne sich im Zuge der Umsetzung des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK) für Burg entwickeln. Eine „gut gestaltete Freifläche“ sei ebenso denkbar wie Bebauung.

Paul Westeppe begrüßt das Interesse der Stadt. Das Grundstück in kommunaler Hand zu wissen, hält der CDU-Bezirksbürgermeister von Burg/ Höhscheid für die beste Lösung: „Dann hätte man die Möglichkeit, gestalterisch für den Stadtteil tätig zu werden, ohne von Dritten abhängig zu sein.“ Eine sinnvolle Nutzung ließe sich im Sinne Burgs finden, ist Westeppe überzeugt. Unabhängig von der Frage, wer das Grundstück erwirbt, hofft er, dass die Reste der Beverly-Ruine möglichst zeitnah vollständig abgetragen werden.

Noch kein neuer Termin für die Zwangsversteigerung

Auch an anderer Stelle hat man die Verschiebung der Zwangsversteigerung zur Kenntnis genommen. Makler Alexander Gossmann von der Immobilienagentur Deutschland GmbH kündigt an, das Grundstück weiterhin verkaufen zu wollen. Interessenten habe es in der Vergangenheit viele gegeben, zum Geschäft ist es aber bislang nicht bekommen. Auch beim neuerlichen Verkaufsversuch geht Gossmann von zahlreichen Anfragen aus: „Grundstücke und Immobilien sind für viele momentan die spannendste Geldanlage.“

Derweil läuft auch das Zwangsversteigerungsverfahren weiter, auf das Gläubiger gepocht hatten. Einen neuen Termin für die verschobene Versteigerung gibt es noch nicht. Für Mitte Februar habe man sich das Thema auf Wiedervorlage gelegt, erklärt das Amtsgericht.

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