Bethe-Stiftung unterstützt Tafel mit 60 000 Euro

Roswitha Bethe (vorne) unterzeichnete den Scheck über 60 000 Euro für die Remscheider Tafel. Foto: Roland Keusch
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Roswitha Bethe (vorne) unterzeichnete den Scheck über 60 000 Euro für die Remscheider Tafel. Foto: Roland Keusch

Durch großzügige Spende können Lebensmittel weiter kostenlos abgegeben werden

Von Sabine Naber

Die Arbeit der Remscheider Tafel hat über die Stadtgrenzen hinaus große Anerkennung gefunden. Im Rathaus unterzeichnete Vorstandsmitglied Roswitha Bethe gestern einen Scheck über 60 000 Euro. Mit dem Geld unterstützt die Bethe-Stiftung die Tafel, deren Angebot in jeder Woche von 350 bis 400 Bedürftigen in Anspruch genommen wird.

„Ich freue mich, hier zu sein und helfen zu dürfen“, sagte Roswitha Bethe, die mit ihrer Stiftung unter anderem Kinderhospize und Kinderschutzambulanzen unterstützt und auch dafür sorgt, dass Kinder das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz besuchen können. „Mit unserer Spende für die Tafel haben wir jetzt einen neuen Schwerpunkt gesetzt. Und wir hoffen auf Nachahmer, die bereit sind, dafür zu spenden. Denn in Remscheid gibt es bekanntlich nicht nur arme Leute“, betonte Bethe, die mit ihrem Sohn Florian aus Bergisch Gladbach nach Remscheid gekommen war.

Frank vom Scheidt, Vereinsvorsitzender der Remscheider Tafel, machte deutlich, dass er und seine Mitstreiter sich geehrt fühlen, mit so einem hohen Betrag unterstützt zu werden. „Auch während der Pandemie haben wir es geschafft, unsere sieben Ausgabestellen zu öffnen. Nicht zuletzt, weil wir in der Stadtgesellschaft verankert sind und vom Verein Foodsharing Unterstützung bekamen.“

Während der vergangenen Wochen wurde auf die drei Euro, die sonst jede Familie, jede Einzelperson für die Lebensmittel bezahlen muss, verzichtet. Die Spende der Bethe-Stiftung mache es möglich, das als sozialpolitisches Zeichen bis zum Ende des Jahres beizubehalten. „Dafür müssen wir zwei Drittel des Betrages einsetzen. Mit den restlichen 20 000 Euro wird es möglich, am Ende des Jahres unseren zweiten Kühlwagen, der bisher geleast wird, zu kaufen“, sagte vom Scheidt. Täglich fahren die Ehrenamtler der Tafel 35 Läden an, um Waren abzuholen und zu den Ausgabestellen zu bringen.

Auch Oberbürgermeister Burkhardt Mast-Weisz zeigte sich dankbar für das, was die Stiftung möglich macht: „Eigentlich ist es beschämend, dass eine Tafel gebraucht wird. Aber ich bin dankbar, dass es sie gibt, weil sie existenziell wichtig ist.“

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