Mebusmühle

Besucher freuen sich über Champions League des traditionellen Jazz

Nicki Parrott und Engelbert Wrobel traten mit ihren Quartettpartnern am Mittwoch bei „Swinging Ehringhausen“ auf. Foto: Doro Siewert
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Nicki Parrott und Engelbert Wrobel traten mit ihren Quartettpartnern am Mittwoch bei „Swinging Ehringhausen“ auf.

Das Quartett Swinging Ladies +2 um den Burscheider Engelbert Wrobel präsentierte sich an der Mebusmühle.

Von Peter Klohs

Remscheid. Wenn der Burscheider Musiker Engelbert Wrobel auf Tournee ist, dann schaut er mit seinen Ensembles regelmäßig im Restaurant Romanowski an der Mebusmühle vorbei. Am Mittwochabend gastierte der Klarinettist und Saxofonist mit seinem Quartett Swinging Ladies + 2 im mit siebzig Besuchern gut besuchten großen Saal des Restaurants. Für Organisator Peter Bornemann war es das 48. Konzert in 18 Jahren.

In der Wahl seiner musikalischen Mitstreiter hat Engelbert Wrobel stets ein gutes Händchen bewiesen. Nicki Parrott, eine formidable Bassistin und sensible Sängerin, legt mit ihren Walking-Bass-Linien den Grund, auf dem sich die Solisten nach Lust und Laune austoben dürfen. Das Ehepaar Paolo Aldrighi und Stephanie Trick, das zumeist vierhändig Piano spielt, verfügt über die komplette Bandbreite, um ein Konzert mit traditionellem Jazz in ein abwechslungsreiches und auch aufregendes Musikerlebnis zu verwandeln.

Dazu kommen die humorvollen und spieltechnisch anspruchsvollen Arrangements, die zumeist vom Bandleader Wrobel angefertigt wurden, seine zumeist kurzen, aber erzählenden Soli und eine seh- und hörbar überbordende Spielfreude des Quartetts, das auch im Jazz nicht eben übliche Musik spielt. So der von Nicki Parrott arrangierte Beatles-Medley mit einem himmlischen Übergang von „Yesterday“ zu „Blackbird“. So der Herb-Alpert-Medley, von Wrobel für das Quartett arrangiert, der durch seinen treibenden Swing für wippende Füße sorgt. So „Troublesome Ivories“ von Eubie Blake, eine Ragtime-Komposition, die Stephanie Trick als Solo darbietet und die große Kunst beherrscht, dieses extrem schwierig zu spielende Stück für die Gäste sehr einfach aussehen und hören zu lassen. Ganz groß.

Auch ihr Duett mit ihrem Ehemann zu „Jeepers Creepers“ führt zum Urteil: Hier ist die Champions League des traditionellen Jazz unterwegs. Auch südamerikanisch geprägte Musik wird gespielt: „Odeon“ von Ernesto Nazareth, ein Choro erklingt. Daneben beweist Wrobel, was für ein begnadeter Balladengestalter er ist („That’s all“) und auch songdienlich Bongos spielen kann. Nicki Parrott leistet beim finalen „What a little moonlight can do“ höchst virtuose Arbeit an den vier Saiten ihres Basses. Und auch die erste Zugabe strotzt vor Energie und Spielfreude: Ein Boogie-Woogie wird spieltechnisch auseinandergenommen, bevor Engelbert Wrobel mit „La vie en rose“ das Konzert beendet.

Bei einer von Peter Bornemann ausgerufenen Spendenaktion zugunsten des evangelischen Kirchenkreises Lennep, der sich um ukrainische Flüchtlinge kümmert, kamen 550 Euro zusammen.

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