Lutherkirche

Besucher bedanken sich mit stehenden Ovationen

Das Junge Orchester Remscheid begeisterte nach zwei Jahren Spielpause das Publikum in der Lutherkirche.
+
Das Junge Orchester Remscheid begeisterte nach zwei Jahren Spielpause das Publikum in der Lutherkirche.

Konzert des Jungen Orchesters Remscheid in der Lutherkirche.

Von Peter Klohs

Remscheid. Zwei Jahre konnte das Junge Orchester Remscheid keine Konzerte spielen. Diese Durststrecke war am Sonntagabend beendet. Unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler und zwei seiner Schüler gab es in der Lutherkirche neunzig Minuten hochkarätige klassische Musik, angereichert durch besondere Arrangements populärer Musik. 150 Gäste hörten zu.

Antonin Dvorak komponierte seine 9. Symphonie in den drei Jahren seines Aufenthaltes in den USA Ende des 19. Jahrhunderts. Nicht umsonst trägt sie den Beinamen „Aus der neuen Welt“. Dvorak schuf mit diesem Werk eine faszinierende Mixtur aus musikalischen Themen seiner böhmischen Heimat und, wie er selbst sagte „Melodien, die die Eigenheiten der indianischen Musik verkörpern“. Das Allegro des ersten Satzes entwickelt sich nur allmählich. Das Hauptthema wird von den Hörnern gespielt, die Holzbläser übernehmen das zweite Thema. Der Satz endet in einem donnernden e-moll. Das Junge Orchester hatte hörbar viel Spaß an dieser Musik. Die Symphonie endet mit einem Allegro con fuoco voller Dynamik. Hier konnte das Orchester mit voller Kraft spielen.

Im zweiten Teil des Konzertes ging es lockerer zu. Dass Christoph Spengler ein Meister der wohlgesetzten Pausen ist, bewies er in der Pizzicato-Polka von Johann und Josef Strauss. Kantorin Henrieke Kuhn, Dirigat-Schülerin Spenglers, leitete das Junge Orchester durch Höhepunkte der Filmmusik von Jurassic Park. Kantor Simon Biffart hatte sich für sein Dirigat einige niveauvolle Arrangements des amerikanischen Musikers Calvin Custer ausgesucht.

Leroy Anderson, der das berühmte Stück „The Typewriter“ für eine Schreibmaschine komponiert hat, hatte eine Schwäche für niveauvolle Unterhaltungsmusik. Das Junge Orchester spielte eine bunte Mischung seiner Melodien von Blue Tango bis hin zur Serenata. Und da der junge Dirigent und das Junge Orchester so gut im Schwung waren, gab es noch einen Medley von James-Bond-Melodien. Die sehr unterschiedliche Natur solcher Stücke wie „For your eyes only“ und „Live and let die“ hatte Calvin Custer vorzüglich arrangiert. Auch hier spielte das Junge Orchester mit viel Enthusiasmus. Standing Ovations am Ende.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Verliert das Häuschen in Remscheid bald an Wert?
Verliert das Häuschen in Remscheid bald an Wert?
Verliert das Häuschen in Remscheid bald an Wert?
Galvanik-Betrieb: 640 Lkw-Ladungen verseuchte Erde
Galvanik-Betrieb: 640 Lkw-Ladungen verseuchte Erde
Galvanik-Betrieb: 640 Lkw-Ladungen verseuchte Erde
„Überflieger“: Sperrung wird heute aufgehoben
„Überflieger“: Sperrung wird heute aufgehoben
„Überflieger“: Sperrung wird heute aufgehoben
Millionenhohe Investitionen: Mehrere Schulen müssen umziehen
Millionenhohe Investitionen: Mehrere Schulen müssen umziehen
Millionenhohe Investitionen: Mehrere Schulen müssen umziehen

Kommentare