Bergische Symphoniker

Besuch von Elsa, Aladdin und dem Pink Panther

Sängerin Maureen Mac Gillavry begeisterte das Publikum im Teo Otto Theater, in einem Programm, mit dem Konzertmeister Miki Kekenj auch in seine eigenen Jugend reiste.
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Sängerin Maureen Mac Gillavry begeisterte das Publikum im Teo Otto Theater, in einem Programm, mit dem Konzertmeister Miki Kekenj auch in seine eigenen Jugend reiste.

On Fire: Die Bergischen Symphoniker präsentierten Melodien aus Trickfilmen.

Von Sabine Naber

Remscheid. Wenn die Bergischen Symphoniker zu einem ihrer Spezialkonzerte unter der Überschrift „On Fire“ einladen, dann sind die Gäste im Teo Otto Theater tatsächlich Feuer und Flamme, dann ist der Saal so gut wie ausverkauft.

Am Samstagabend hatte Miki Kekenj, erster Geiger, Konzertmeister und an diesem Abend einmal mehr der musikalische Leiter, wunderbare Melodien aus Trickfilmen ausgesucht. „Mein persönlichstes Programm, denn es geht dabei ja um Kindheitserinnerungen“, verriet er. „Und die Filme habe ich jetzt noch einmal mit meinen Kindern geschaut.“

Los ging es mit einem Lied aus dem Disney-Film „Das Dschungelbuch“. Man hörte das Säuseln der Schlange, den Affenkönig tanzen und Balu den Bären durch den Dschungel stapfen. Den Song „Go the Distance aus dem Film „Hercules“ präsentierte der Musicalsänger Jonas Hein und begeisterte mit seiner klaren, facettenreichen Stimme.

Michael Forster erobert als Eiskönigin die Bühne

Bevor dann Maureen Mac Gillavry einen Song aus dem Film „Die Schöne und das Biest“ sang, erzählte Miki, dass er in das bezaubernde Mädchen Belle, die Protagonistin des Disneyfilms, einstmals ein bisschen verliebt war: „Und musikalisch habe ich mich auch in die tolle Stimme unserer Sängerin verliebt“, gab er zu. Und das ging den Zuhörenden nicht anders. Denn die Sängerin, die im Bodenlangen, Abendkleid auftrat, wurde bejubelt. Auch Musik aus „Pink Panther“ durfte nicht fehlen. Erst schnipsten alle Orchestermitglieder mit den Fingern, dann erklang ein traumhaft schönes Posaunensolo (Bruce Collins), bevor die anderen Instrumente dazu kamen.

Und dann war Zeit für Michael Forsters großen Auftritt. Hatte er zuvor schon durch seine humorige Art der Moderation die Gäste bestens informiert und unterhalten, schwebte er jetzt im Kostüm der Eiskönigin über die Bühne. Das Publikum – und nicht zuletzt der Dirigent – amüsierten sich köstlich. „Ich finde ja auch, dass das Kleid mir nicht wirklich steht. Aber man kann sich so besser in die Rolle der Eiskönigin einfühlen“, erklärte Forster, nach dem das Gelächter und der Szenenapplaus langsam abgeebbt waren. Den Eiskönigin-Soundtrack „Let It Go“ sang Maureen Mac Gillavry. Ob „The Duel“ aus „The Adventures Of Tintin“, „Unter dem Meer“ aus Arielle, die Meerjungfrau (großartig Jonas Hein) oder die Titelmelodie aus der amerikanische Zeichentrickserie „He-Man and the Masters of the Universe“ – „das war mein Held, als ich so um die sieben Jahre alt war“, erzählte Miki Kekenj – die Bergischen Symphoniker verstanden es, ihr Publikum zu verzaubern.

Dann wurde ein imposanter Kontrabass-Koffer mit der Aufschrift „Post für Miki“ auf die Bühne geschoben. Heraus krabbelte ein von Kopf bis Fuß blau angemalter und angezogener Aladdin alias Michael Forster und erklärte, dass im Mittelalter alles Gute aus dem Orient gekommen sei. „Jetzt bin ich erst richtig für die Aladdin-Suite inspiriert“, versicherte Miki, der sich – ebenso wie das Publikum – vor Lachen kaum halten konnte.

Im Finale glänzten die Musiker mit einem Medley aus dem Film „König der Löwen“. Weil aber gestandene On-Fire-Besucher längst wissen, dass nach dem angeblich letzten Stück noch mindestens eine Zugabe kommt, hielt es anschließend niemanden mehr auf den Theatersesseln. Applaus im Stehen, bis die Sängerin und der Sänger wieder auf die Bühne kamen und einfach hinreißend im Duett sangen – die Stimmen passten wunderbar zusammen. „Ein Filmkonzert ohne Melodien aus ‚Star Wars‘ – das darf es nicht geben“, befand der Dirigent. Und traf damit einmal mehr den Geschmack des Publikums. Und noch einmal mehr gab es Beifall, der nicht enden wollte.

Vorschau

Am Mittwoch, 16. November, 19.30 Uhr heißt es Salier gegen Mozart, wenn die Stuttgarter Schauspielbühnen das Stück „Amadeus“ von Peter Shaffer ins Remscheider Teo Otto Theater bringen. Eine Einführung gibt es bereits um 19 Uhr.

Am Freitag, 18. November zur gleichen Zeit hebt sich der Vorhang im Theater für „Che tap Pack“, eine Musik-, Tanz- und Entertainmentshow, inspiriert von den unvergessenen Künstlern Frank Sinatra, Sammy Davis und Dean Martin.

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