Tradition

So war das Lichterfest in der Hindenburgstraße

Mit Einbruch der Dunkelheit startete wieder das beliebte Lichterfest in Alt-Remscheid.
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Mit Einbruch der Dunkelheit startete wieder das beliebte Lichterfest in Alt-Remscheid.

Anwohner, Vereine und Einzelhändler haben „ihre“ Hindenburgstraße wieder herausgeputzt: Mit Einbruch der Dunkelheit startete nach zweijähriger Pause am Dienstag wieder das beliebte Lichterfest in Alt-Remscheid.

Von Sabine Naber

Remscheid. Endlich durfte die Hindenburgstraße zum Start in die Adventszeit wieder leuchten. Und da störte es auch nicht weiter, dass sich das Wetter nicht gerade freundlich zeigte und auch die Weihnachtsbeleuchtung noch nicht installiert worden war. Organisatoren wie Besucher zeigten sich von der Neuauflage nach der Pandemie zufrieden. „Bei uns war einiges los. Wir hatten viel Spaß, endlich mal wieder alte Bekannte zu treffen. Ich glaube, das hat uns in der Corona-Zeit vor allem gefehlt“, brachten es Nicole Schulz und Tanja Hein auf den Punkt, die im überdachten Eingang zum Sanitätshaus Goll und Schracke Waffeln und Glühwein anboten.

Eine Lichterkette auf dem Boden wies den Weg ins Café Moccasin, dem Treffpunkt des Vereins Seele in Not, in dem schon am frühen Abend alle Plätze besetzt waren. Hier hatte Chefin Monika Erdmeier gemeinsam mit dem Kulturbund für ein gemütliches Zusammensein bei Musik und etwas Herzhaftem gesorgt.

Susanne Bollmann und das Team vom Hutsalon hatten zum Lichterfest, das dieses Mal unter dem Motto „Ein Licht fürs Herz“ stand, Annedore Wirth, Heiner Waniek und Jürgen Blass eingeladen, die eine herrlich atmosphärisch anmutende szenische Lesung präsentierten. Da bekamen die Protagonisten im Märchen „Peterchens Mondfahrt“ eine Stimme, da hatten die Windliese, der Donnermann oder auch der Wassergott ihren großen Auftritt. Und in der Werkstatt gegenüber konnte man zusehen, wie auf einem Filzhut mittels Lötkolben ein Tannenwald entsteht. „Das ist ein Trend, der aus Amerika zu uns rüber geschwappt ist“, erklärt Kerstin Spiekermann.

In der mit unzähligen Lichterketten geschmückten Mensa des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums schallte den Besuchern Weihnachtsmusik entgegen. Hier wurde Selbstgebasteltes und Selbstgebackenes verkauft, um den Abi-Ball finanzieren zu können. Vor der Halle des Remscheider Turnvereins (RTV) flackerte in der Schale ein Feuer, das Eventlokal Löf und der RTV hatten sich zusammengetan und boten draußen Grünkohl- und Möhreneintöpfe an. Zu fortgeschrittener Stunde sorgte Uwe Rapp dann für entsprechende Musik. Lecker duftende Zimtschnecken und Heißgetränke gab es am Stand der Lutherkirche und ein Stück weiter, auf dem Hof vor der Malerwerkstatt Epe hatten sich viele Menschen versammelt, um dem Remscheider Posaunenchor zu lauschen, der „Abend ward, bald kommt die Nacht“ zum Auftakt der Andacht spielte.

Vor dem Geschäft von Hans-Jürgen Althaus wurden Märchenfilme gezeigt und dazu Kinderpunsch serviert. Die Gäste wurden mit herzhaft belegten Brötchen und Glühwein verwöhnt. „Bei uns ist heute ordentlich was los“, freute sich der Gastgeber. Das Kindercafé Kamelinchen im Café Sonntag hatte die Türen zum Lichterfest geöffnet, im Friseursalon Head-Games erklang die Melodie von „Mrs. Robinson“ und gleich daneben hatte sich eine lange Schlange vor dem Würstchengrill gebildet.

Im Unverpackt-Laden sang Bianca Rosa Klever Popsongs, mit der Gitarre begleitet von Markus Bundes. Ein Lichtermeer an Kerzen und der Duft nach Glühwein empfing die Besucher im Haarsalon. „Wir haben hier alles leergeräumt und es so gemütlich gemacht wie möglich für unsere Gäste“, sagte Manuela Güthe. Für sie hieß das Credo des Abends: „Remscheid – und vor allem die Hindenburgstraße – muss zusammenhalten.“

„So ein Stadtteilfest lohnt sich. Ich freue mich, dass es wieder stattgefunden hat, und fühle mich auf an der Hindenburgstraße richtig wohl“, sagte Besucherin Annette Valte. Auch viele Anwohner hatten ihre Fenster oder ihre Hauseingänge mit Kerzen erhellt – ein schönes Bild.

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