Pilotprojekt

Berliner Röntgen-Schüler haben in Lennep Forschergeist entdeckt

Bereiten Tagesberichte und Versuchsprotokolle vor: die Röntgen-Schüler aus Berlin-Neukölln. Foto: Roland Keusch
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Bereiten Tagesberichte und Versuchsprotokolle vor: die Röntgen-Schüler aus Berlin-Neukölln.
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Museum, Gymnasium und Welle beurteilen Pilotprojekt überaus gut.

Von Thomas Wintgen

In Lennep hat es in der zu Ende gehenden Woche das Pilotprojekt Röntgenschüler besuchen Röntgenstadt gegeben. Alle Beteiligten bewerten es mit einer glatten Eins und sehen darin ein bundesweites Vorzeigeprojekt mit nachhaltiger Bedeutung für Lennep selber, zeigt es doch exemplarisch auf, dass Bildung im gesamten Stadtteil stattfindet – mit verschiedenen Experten: Gymnasium, Museum (mit Labor) und für die Freizeit die Welle.

In Berlin-Neukölln hat eine integrierte Sekundarschule die Bezeichnung Röntgen von einer aufgelösten Realschule geerbt; um den Namen auch zu leben und den Schülern erfahrbar zu machen, nahm die Schule im Vorjahr Kontakt mit der Deutschen Röntgen-Gesellschaft und Lennep auf. Der kam zustande über eine dem Museum hier wohlbekannte Wissenschaftlerin. Die Gesellschaft unterstützt das Bildungsprojekt; die Lenneper Institutionen haben Lehrerin Dr. Vanessa Casagrande und 15 Achtklässler mit offenen Armen empfangen. „Wir waren und sind überrascht von der großen Hilfsbereitschaft.“

Die Berliner Röntgen-Schule möchte in Lennep den wissenschaftlichen Zugang fokussieren. „Als wir uns angemeldet haben, stand das Programm hier quasi schon fest,“ freut sie sich über die hohe didaktische Qualität des Aufenthalts.

Dr. Uwe Busch und Volontärin Kerstin Heyl führten durch das Museum; extrem gut gefiel den Berlinern die iPad-Rallye im Museum. Im Rölab absolvierten sie ein Grundpraktikum Radioaktivität – um ein Gefühl für Strahlen zu bekommen oder auch zu erfahren, weshalb Blei besser schützt als Beton. Die Schüler durften ein Modell ultraschallen und entdeckten in sich Forschergeist. Casagrande berichtete von einer fantastischen Resonanz.

Lippert: Perspektive ist der Perspektiv-Wechsel

Sie hatte zur Aufgabe gestellt, Flyer und Slogan für das Museum zu entwickeln, einen Tagesbericht und ein Versuchsprotokoll zu schreiben. Beide Schulen versuchen nun, das zunächst auf fünf Jahre vereinbarte Projekt zu etablieren und an Fördermittel zu kommen. Busch, Benkert und Welle-Geschäftsführer Zbigniew Pluszynski empfinden es auch interessant, noch einmal auf die Bildungslandschaft Lennep aufmerksam zu machen.

Für Schulleiter Mathias Lippert „ist die Perspektive der Perspektiv-Wechsel“: Die Berliner Schule habe einen ganz anderen Blick darauf. Beispielsweise faszinierte sie, dass Wilhelm Conrad Röntgen keinen Schulabschluss hatte, gerne Schokolade aß, bergwanderte und fotografierte. Für die Lenneper Schüler sei die Erfahrung bereichernd, als Tutoren aufzutreten und die Gäste in medizinisch-physikalische As-pekte einzuführen.

Während Casagrande sich auch einen Austausch gut vorstellen kann, sieht Busch die Sicht nach außen: „Wir können so etwas bieten; das gibt es sonst nirgendwo.“

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