Zweiter Rettungsweg

Mühlendamm: Zweite Brücke soll über den Eschbach führen

Am Ende des Mühlendamms soll nach dem Willen der Solinger Politik ein Brückenschlag über den Eschbach erfolgen. Foto: Christian Beier
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Am Ende des Mühlendamms soll nach dem Willen der Solinger Politik ein Brückenschlag über den Eschbach erfolgen.

Idealerweise soll ein Neubau am Ende des Mühlendamms als zweiter Rettungsweg fungieren. Doch die Fördermöglichkeiten sind unklar.

Von Kristin Dowe

Bergisches Land. Einigkeit herrschte am Donnerstagabend bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid in der Frage, dass am Ende des Mühlendamms eine neue Brücke für den Fuß- und Radverkehr als direkte Verbindung zur Eschbachstraße entstehen soll, die in Notfällen auch von Rettungsfahrzeugen genutzt werden kann. Ein entsprechender Antrag der Bezirksfraktion der Grünen, der die Verwaltung aufforderte, für dieses Projekt Fördermöglichkeiten zu prüfen, wurde einstimmig angenommen. Hatten die Grünen sich anfangs für eine ausschließliche Fuß- und Radwegbrücke ausgesprochen, sehen nun auch sie offenbar die Notwendigkeit eines zweiten Rettungswegs.

Das Thema hatte spätestens an Dringlichkeit gewonnen, nachdem die ohnehin sanierungsbedürftige Brücke Oelmühle beim Hochwasser im Juli vergangenen Jahres mitsamt ihrer Widerlager weggespült wurde. Bruttokosten von rund 730 200 Euro hatten die Technischen Betriebe der Nachbarstadt Solingen (TBS) zuletzt für diese nun bevorzugte bauliche Variante ermittelt. Im Solinger Haushalt 2022/23 sind lediglich 482 000 Euro für die Straßenbrücke Mühlendamm eingestellt. Eine alternative Idee, eine Brücke an alter Stelle zu errichten, wo ein Waldweg aufwendig beleuchtet werden müsste, ist soweit vom Tisch.

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Brücke soll nur für Rettungsfahrzeugen befahrbar sein

Kontrovers diskutiert wurde im Hinblick auf das Vorhaben die Frage, wie es mit den Fördermöglichkeiten für eine Brücke über den Eschbach aussieht, die gleichzeitig als zweiter Rettungsweg fungieren würde. „Sie gehen von völlig falschen Voraussetzungen aus“, warf CDU-Bezirksbürgermeister Paul Westeppe der Solinger Verwaltung vor. Denn die von der Verwaltung erstellte Vorlage setze aus Westeppes Sicht fälschlicherweise voraus, dass die neu zu bauende Brücke auch für den motorisierten Individualverkehr freigegeben werden soll und deshalb nicht förderungsfähig sei. Dabei sei davon überhaupt keine Rede – vielmehr solle ein neues Bauwerk beispielsweise mit einer Schranke versehen werden, damit der reguläre Autoverkehr sie nicht befahren kann.

Als möglicher Fördertopf stünden laut Verwaltung theoretisch Mittel aus der Förderrichtlinie Nahmobilität NRW zur Verfügung, während eine Förderung aus der Förderrichtlinie Wiederaufbau NRW – unabhängig von der baulichen Variante – nicht möglich sei. Grund dafür sei, dass die alte Brücke bereits baufällig war und nur noch einen geringen Restbuchwert hatte.

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