Schützenplatz

Benefizkonzert: Künstler verzichten für Flutopfer auf ihre Gage

Kai Heumann mit dem „Proyecto Guitarra Latina“. Die Musiker spielten am Samstag für die Fluthilfe Remscheid. Foto: Doro Siewert
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Kai Heumann mit dem „Proyecto Guitarra Latina“. Die Musiker spielten am Samstag für die Fluthilfe Remscheid.

Remscheider haben bislang eine halbe Million Euro gespendet. Die Fluthilfe hat bereits 100 000 Euro an Betroffene ausgezahlt.

Von Michelle Jünger

Remscheid. 500 000 Euro sind auf dem Konto der Fluthilfe Remscheid angekommen. Das stolze Ergebnis verkündete Horst Kläuser, Talkmaster und einer der Initiatoren der Aktion, beim Benefizkonzert auf dem Schützenplatz. Doch auf dem Konto soll das Geld nicht lange bleiben, sondern jenen helfen, die beim Hochwasser am 14. Juli in Remscheid große Schäden erlitten haben.

100 000 Euro sind deshalb bereits ausgezahlt worden. Um materielle Verluste zu ersetzen oder Reparaturarbeiten zu bezahlen. Ehrenamtliche „Bekieker“ nahmen die Schäden zuvor in Augenschein.

Und die Hilfsbereitschaft hält an. Maximilian Süss, ebenfalls einer der Hauptinitiatoren der Fluthilfe Remscheid, hatte für Samstagabend zum Benefizkonzert eingeladen. Mit dabei: der Remscheider Sänger und Songwriter Florian Alexander Kurz, Kai Heumann und das „Proyecto Guitarra Latina“ sowie das Bläserensemble der Bergischen Symphoniker. Alle verzichteten auf ihre Gage und brachten darüber hinaus ein kontrastreiches Programm auf die Bühne, das zeigte, was Remscheid auch musikalisch so kann.

Die starken Regengüsse, die immer wieder über dem Schützenplatz niedergingen, hielt weder die Musikerinnen und Musiker noch die Konzertgäste vom Singen und Tanzen ab. Die Familie Kaldenhoven war beispielsweise extra wegen Kai Heumann und seinem Musikprojekt auf den Schützenplatz gekommen. Es sind Freunde, die sich durch Kai Heumann kennen und lieben gelernt haben. Auch sie kennen Betroffene, die mit Wasserschäden zu kämpfen haben und wollten gerne unterstützen.

„Wir hoffen, dass sich noch viele Betroffene bei uns melden.“

Horst Kläuser

Wenn man selbst nicht weiß, wie man am besten helfen kann, besteht auch weiterhin die Möglichkeit, eine Spende auf das Konto der Fluthilfe einzuzahlen. Gerne darf man auch betroffenen Freunden und Nachbarn von der Fluthilfe erzählen. „Aus Datenschutzgründen können wir uns nicht einfach die Adressen von der Stadt holen“, erklärt Horst Kläuser. „Wir sind jederzeit für Anfragen erreichbar und hoffen, dass sich noch viele melden. Danach schicken wir die Bekieker zum Sichten raus, damit wir den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern auch die notwendige Hilfe zukommen lassen können.“

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