Beirat für Menschen mit Behinderungen

Beirat kämpft weiter für öffentliche WC

  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Vorsitzende will nicht nachgeben.

Remscheid. Mit einer Schweigeminute zu Ehren der kürzlich verstorbenen Brigitte Sommer begann die Sitzung des Beirats für Menschen mit Behinderungen. Die Vorsitzende Friederike Pohl erinnerte am Mittwochabend an die Entschlossenheit, mit der die Leiterin des Blinden- und Sehbehindertenvereins die Interessen der Menschen mit Handicap vertrat. „Wir werden in ihrem Sinne weiterarbeiten – und nicht nachgeben.“

Dies zeigte sich bei einem Hauptthema, mit dem sich der Beirat schon seit Jahren beschäftigt: den fehlenden öffentlichen Toiletten in Remscheid, insbesondere in der Innenstadt. Petra Küchelmann (CDU) hatte sich nach dem Sachstand erkundigt, hörte aber nichts Neues. „Wir werden Baudezernenten Peter Hinze auffordern, eine detaillierte Kostenrechnung vorzulegen, wie teuer das denn ist. Es soll so viel Geld, in die Alleestraße fließen. Da muss doch auch eine Toilette möglich sein“, erklärte Beiratsvorsitzende Pohl. Dabei zeigte sich Petra Küchelmann ganz und gar nicht bereit, bis zum Jahr 2025 zu warten, wenn bei der Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes auch ein WC eröffnet wird.

Dieser Meinung folgten ihre Beiratskollegen. Sie beschlossen einstimmig eine öffentliche Toilette auf der mittleren Alleestraße, die auch Wickelmöglichkeiten für Babys bereit halten soll. Allerdings: Diese Entscheidung hat nur empfehlenden Charakter und müsste von den Politikern im Rat und den Fachausschüssen bestätigt werden.

Beirat will Selbsthilfegruppen unterstützen

Auch in seinem anderen Punkt war sich das Gremium einig: Das Budget in Höhe von 12 500 Euro, die der Beirat in Zeiten der Pandemie 2020 und 2021 nicht nutzen konnte, soll nicht an die Kasse der Stadt zurückfließen, sondern Selbsthilfegruppen zu Gute kommen. „Wir zählen in Remscheid 40 Initiativen, die es während der Corona-Zeit schwer gehabt haben“, erklärte Friederike Pohl. In welcher konkreten Form die Unterstützung gewährt wird, wollen die Mitarbeiter demnächst bei ihrer Klausurtagung klären.

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