Beim Whisky-Teaching wurde nur im Abgang probiert

Einen Streifzug durch die Geschichte des Whiskys bekamen die Gäste am Montagabend in der Saxo-Bar zu hören.©
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Einen Streifzug durch die Geschichte des Whiskys bekamen die Gäste am Montagabend in der Saxo-Bar zu hören.<br><i>©

Ein Gebot gilt für die Saxo-Bar an der Alten Bismarckstraße, das niemand ignorieren sollte: Es gibt Whisky und Whiskey. Der eine ist Scotch, der andere Bourbon, wobei zu beiden eine Anzahl an Verwandten gehört.Beim Whisky-Teaching am Montag wurde jedoch Hartes serviert, das trotz schottischer Schreibweise amerikanischer Herkunft ist. Nun ging es um Teaching, nicht um das gewohnte Tasting.

Deshalb wurde nur im Abgang probiert, während der Auftakt viel Theoretisches über den Whisky bot. Dazu hing an der Bartür das Schild: "Geschlossene Gesellschaft". An Tresen und Tischen spitzten die hartgesottenen Vorzugsgäste beide Ohren, während Jonathan Ulrich als Referent und "Maker's Mark Distillery Diplomat" weit ausholte - bis ins Jahr 1492, als Kolumbus Amerika entdeckte. Der Streifzug durch die Geschichte führte vorbei an den britischen Siedlern als erste Brenner auf amerikanischem Boden, dann weiter über George Washingtons Whiskysteuer und die anschließende Flucht der Erzeuger, um damit im Wilden Westen und bei den Cowboys zu landen.

Von dort ist längst durch John Wayne und Robert Mitchum bekannt, dass echte Männer keine Milch trinken und das Wasser großzügig ihren Pferden überlassen. Wer damals Durst hatte, trank Feuerwasser. Dessen Qualität hatte laut Jonathan Ulrich nach den beiden Weltkriegen großen Nachholbedarf, um auf dem internationalen Markt bestehen zu können. Tennessee, Rye, Corn und American Blend schafften auf jeweils eigene Weise den Weg in die Kehlen - zumindest in die amerikanischen.

Beim Rye (Roggen) stieg 1953 die Maker's Mark ein, indem sie eben nicht Roggen, sondern Weizen brannte. Eisenfreies Quellwasser, geflammtes Eichenfass, sorgsame Umbettung der Fässer, viel Zeit und Handarbeit zeichnen die Maker's Mark aus. Sie ist damit näher an der schottischen Urheimat und hat sich so auch die Schreibweise Whisky verdient.

Womit Ulrich den Startschuss zur Verkostung des "Fully matured Maker's Mark Kentucky Straight Bourbon Whisky" gibt. "Eine Meinung dazu?", fragt er. Aber die Runde schweigt, offenkundig tief beeindruckt vom Inhalt der Flasche mit dem Wachsverschluss.

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