Beim Tourismus wollen Städte voneinander lernen

Nach den Arbeitsgruppen gab es einen Spaziergang durch Lennep (v. l.): Inga Schumacher, Judith Klatt, Marius Gassmann, Monika Syska. Foto: Roland Keusch
+
Nach den Arbeitsgruppen gab es einen Spaziergang durch Lennep (v. l.): Inga Schumacher, Judith Klatt, Marius Gassmann, Monika Syska.

Vertreter des Netzwerks Innenstadt NRW trafen sich in Lennep

Von Frank Michalczak

Lennep Rund um das Thema Tourismusförderung drehte sich gestern ein Treffen mit Mitarbeitern unterschiedlicher Rathäuser in der Lenneper Klosterkirche. Die Stadt Remscheid war dort Gastgeberin für das Netzwerk Innenstadt NRW, dem 165 Kommunen angehören. Gegenseitiger Austausch über Themen wie Leerstände in den Stadtkernen oder auch der Gleichwertigkeit von Lebensbedingungen in reicheren und ärmeren Orten stehen im Mittelpunkt des Verbunds, der 2009 ins Leben gerufen worden ist. „Auch große Städte können von den kleinen lernen. Es geht darum, dass alle von den Ideen der anderen profitieren können“, erläuterte Monika Syska, die in der Geschäftsstelle des Netzwerks das Treffen in Remscheid arrangiert hatte.

Es war die zweite Zusammenkunft einer Arbeitsgruppe der Vereinigung, die sich mit dem Thema Tourismus befasst. Auf den Startschuss in Haltern folgte nun das Wiedersehen in Lennep, wo OB Burkhard Mast-Weisz und Baudezernent Peter Heinze bei der Begrüßung der Gäste die Reize des Bergischen Landes beschrieben – von der Müngstener Brücke bis Schloss Burg, von dem besonderen Flair in der Lenneper Altstadt bis zu den Talsperren in der idyllischen Natur. „Wenn Sie über Tourismus diskutieren, sollten sie stets die gesamte Region betrachten und nicht Ihre einzelne Stadt“, empfahl Mast-Weisz den Vertretern der Verwaltungen, die sich in der Klosterkirche zur Tagung versammelt hatten.

OB: Vom Outlet-Center profitiert die gesamte Region

So werde zum Beispiel das geplante Designer Outlet Center (DOC) in Lennep auf die Nachbarorte positive Wirkung entfalten. Auch die kleineren Städte Radevormwald, Hückeswagen oder Wermelskirchen tragen das Projekt mit, merkte der OB an. Er erinnerte daran, dass er vor dreieinhalb Jahren Investor McArthurGlen die Baugenehmigung übergeben habe. „Eigentlich sollte es schon längst fertig sein.“

Doch: Drei Kläger wandten sich mit juristischen Schritten gegen das Großprojekt, worüber das Bundesverwaltungsgericht am 25. Januar in Leipzig entscheiden wird. „Zwei Millionen Kunden werden pro Jahr erwartet. Und wenn sich auch nur zehn Prozent die Lenneper Altstadt und die sonstige Umgebung anschauen, würde dies einen enormen Impuls bedeuten“, zeigte sich Mast-Weisz einmal mehr überzeugt, dass sich das DOC als eine Erfolgsgeschichte entpuppen wird. Nicht nur für Remscheid, sondern für die gesamte Region.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Motorradfahrer wird bei Verkehrsunfall schwer verletzt
Motorradfahrer wird bei Verkehrsunfall schwer verletzt
Motorradfahrer wird bei Verkehrsunfall schwer verletzt
Sparkasse Remscheid legt Geldautomaten still
Sparkasse Remscheid legt Geldautomaten still
Sparkasse Remscheid legt Geldautomaten still
Gute Nachricht für das Allee-Center: Schuhe Kämpgen kommt
Gute Nachricht für das Allee-Center: Schuhe Kämpgen kommt
Gute Nachricht für das Allee-Center: Schuhe Kämpgen kommt
Führerscheine aus Papier werden schrittweise umgetauscht
Führerscheine aus Papier werden schrittweise umgetauscht
Führerscheine aus Papier werden schrittweise umgetauscht

Kommentare