Meine erste Platte

Beim Konzert von Al Jarreau platzte der Knoten

Die Musik von Al Jarreau war das Schlüsselerlebnis für Christoph Spengler, der zuvor nur auf Klassik fokussiert war. Wenn er Interpreten mag, stehen auch immer alle ihre Alben im CD-Regal. Foto: Anja Spengler
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Die Musik von Al Jarreau war das Schlüsselerlebnis für Christoph Spengler, der zuvor nur auf Klassik fokussiert war. Wenn er Interpreten mag, stehen auch immer alle ihre Alben im CD-Regal. Foto: Anja Spengler

Die ersten Schallplatten von Kirchenmusikerdirektor Christoph Spengler waren sämtliche Tschaikowsky Symphonien.

Von Uwe Rapp

Remscheid. „Langeweile ist in meinem Wortschatz nicht vorhanden“, erzählt der 51-jährige Christoph Spengler, Kirchenmusikdirektor vom Gesamtverband Evangelischer Kirchengemeinden, mit dem ich via Facetime verabredet bin.

Schon mit fünf Jahren hatte er Klavierunterricht an der Jugendmusikschule Remscheid, später kamen noch Cello und Orgel dazu. „Da war eigentlich schon klar, wo mein musikalischer Weg hinführen sollte als Sohn eines Pfarrers. Meine musikalische Ausbildung war natürlich der klassischen Musik ausgerichtet. Deswegen war meine erste Schallplatte eine Box mit sämtlichen Tschaikowsky Symphonien, gespielt von den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Lorin Maazel. Die lief natürlich rauf und runter. Tschaikowsky ist bis heute mein Lieblingskomponist, sagt Christoph Spengler. Bis zu seinem 16 Lebensjahr hörte er ausschließlich Klassik. Keine Popmusik, noch Rock oder Jazz.

„Das es außer klassischer Musik auch noch was anderes gab, war mir schon klar, hat mich aber nicht berührt. Musik muss einen emotional berühren. Es können ruhig auch mal ein paar Tränen sein. Egal, in welche Musikrichtung es geht. Bei mir war es Al Jarreau. Ich hörte im Radio den Song ‚Boogie Down‘, und es war um mich geschehen. Was war das für ein Sänger und Sound? Das war mein Einstieg in die Popmusik. Natürlich wollte ich Al Jarreau auch live sehen. Zusammen mit meinem Bruder haben wir uns Al Jarreau in der Düsseldorfer Philipshalle angeschaut. Mein erstes Konzert in der ersten Reihe. Es war so toll, dass ich mir für das Konzert in Münster zwei Tage später noch mal Tickets gekauft habe. Ich bin immer noch großer Fan und habe natürlich alle CDs von ihm. Chris Rea ist auch einer meiner Favoriten. Auch ihn habe ich mehrmals live gesehen. Natürlich habe auch alle CDs von ihm. Queen, Gary Moore, Toto, Blood Sweat & Tears, um nur ein paar zu nennen, finde ich auch sehr gut und habe alle CDs. Eigentlich habe ich von Musikern, die ich gut finde, immer alle CDs“, erzählt Christoph Spengler.

Nach dem Zivildienst Kirchenmusik studiert

Aber auch Jazz ist in seiner Sammlung zu finden, wie Nat King Cole oder Ella Fitzgerald. Nicht zu vergessen Oleta Adams, Sängerin und Pianistin. „Oleta habe ich auch mehrmals gesehen. Die ist so gut, da könnte ich daumenlutschend unter dem Klavier liegen. Es ist ja so, dass ich auch passabel Klavier spielen kann, aber man lernt immer wieder was dazu. Auch ich gehe auf Workshops, um mich weiter zu entwickeln.“

Nach Abitur und Zivildienst studierte er in Düsseldorf Kirchenmusik. Nach dem Studium gab es keine Langeweile mehr in seinem Leben: Keyboarder bei diversen Musicals wie Joseph, Saturday Night Fever, Starlight Express, Cats oder Phantom der Oper, um nur einige zu nennen, Leiter des Remscheider Jugendorchesters, Chorleiter Mixed Generation, Dozent an der Pop-Akademie Witten usw.

„Am Samstag wurde zum 20. Mal „Rockin' Around the X-Mas Tree“ aufgezeichnet, leider ohne Publikum. Das Konzert kann man aber auf meiner Youtube-Seite anschauen. Es war sehr ungewöhnlich, aber es haben sehr viel Menschen im Internet zu geschaut.“

Mit seiner Frau Anja öffnet er jetzt im Dezember auch jeden Tag ein musikalisches Türchen auf seinem Youtube-Kanal. Auch in dieser Coronazeit hat Langeweile bei Christoph Spengler keine Chance.

Gastautor

Wer in Remscheid seine erste Schallplatte erstanden hat, der hat das wahrscheinlich bei Uwe Rapp getan. Der 65-Jährige verkaufte einst Musik im legendären Plattenladen Zack Zack. Heute legt er als Kult-DJ auf Partys und dienstags um 20 Uhr auf mvradio.de auf. Dort hat er am 23. Dezember eine Wunschsendung. Auf der MyViertel-Homepage oder seiner Facebook-Seite kann man sich bis zum 22. Dezember Songs wünschen.

Uwe Rapp ist unser Gastautor.

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