Neues Projekt

„Bogenschießen trotz Handicap“: Jugendliche der Hilda-Heinemann-Schule lernen den Sport kennen

Die Anfänger am Bogen werden fachkundig vom Schützen Jan Buurmeijer unterstützt.
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Die Anfänger am Bogen werden fachkundig vom Schützen Jan Buurmeijer unterstützt.

Lenneper Schützenverein 1805 lud die Schüler ein, Pfeil und Bogen in die Hand zu nehmen.

Von Lena Spataro

Remscheid. Im Lenneper Schützenverein 1805 können Kinder mit Förderbedarf nun auch Bogenschießen. Das Projekt „Bogenschießen trotz Handicap“ wurde vom Vorstand des Vereins ins Leben gerufen und ist in dieser Woche gestartet.

„Pfeile frei!“, ruft Jan Buurmeijer, Bogenschütze und Mitglied des Vereins. Sechs Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung der Hilda-Heinemann-Schule bekommen hier gerade die Gelegenheit, in den Sport reinzuschnuppern. Unter Anleitung und Aufsicht der Bogenschützen lernen die Kinder die Grundlagen des Bogenschießens kennen. Nach einigen Fehlversuchen treffen die ersten Pfeile aber schnell die Zielscheibe - ein Erfolgserlebnis für die Hilda-Heinemann-Schüler.

Durch eine Kooperation mit der Schule können in diesem September zwei Klassen den Traditionsverein kennenlernen. „Für die Kinder ist das toll. Sie haben einen riesen Spaß“, sagt Lena Kleinöder, Lehrerin der Oberstufenklasse. Auf das Kommando „Pfeile Stopp!“ von Jan Buurmeijer sammeln die Kinder alle Pfeile wieder ein. Daraufhin geht das Ganze von vorne los.

Anfänglich waren die 14- bis 17-Jährigen noch schüchtern und unsicher. Nachdem relativ schnell die ersten Erfolge gefeiert wurden, stand der Bogen aber nicht mehr still. Auch Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen haben die Aufgabe gut gemeistert. Zum Schluss bekommen alle Jugendlichen eine Teilnehmerurkunde, die sie voller Stolz in Empfang nehmen. Die Freude ist ihnen dabei ins Gesicht geschrieben.

Projekte wie dieses zeigen, wie wichtig Inklusion ist.

Barbara Flügge-Wollenberg, Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden Dr. Ralf Flügge, denkt, dass der Bogensport genau das Richtige für förderbedürftige Menschen ist. „Konzentration ist hier alles. Das ist fast wie eine Meditation“, sagt sie. Man lerne, sich ruhig auf ein Ziel zu fokussieren und den Anweisungen der Schießmeister zu folgen. Und am Ende steht ein Erfolgserlebnis.

Die 130 Mitglieder des Vereins schießen neben dem Bogen auch auf Luftgewehren, mit Kleinkaliber und Pistolen. Der Beitritt ist heiß begehrt. „Wir bekommen immer mehr Mitglieder“, sagt Barbara Flügge-Wollenberg. Auf der einen Seite steht die moderne Anlage, auf der anderen die Tradition. Beides versucht der Verein in Einklang zu bringen. Besonders stolz ist man auf den Forellenzug. „Das machen nur noch wir“, sagt Barbara Flügge-Wollenberg.

Noch diesen Monat soll der Weg zu den Outdoor-Anlagen erneuert werden. Finanzielle Unterstützung erhält der Verein dabei durch das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. Durch den Umbau können Senioren und Rollstuhlfahrer bald besser auf die Außenanlagen gelangen. Damit ist der Weg frei für weitere Fördermöglichkeiten.

Training

Das reguläre Training für alle Schützen der jeweiligen Klassen wird mittwochs und freitags ab 18 Uhr angeboten. Bogenschießen kann samstags je nach Wetterlage im In- oder Outdoor-Bereich stattfinden. Die Kurse für Anfänger finden von 12 bis 14 Uhr statt, für Fortgeschrittene von 14 bis 16 Uhr. Probetrainings können per E-Mail oder Telefon vereinbart werden. Weitere Informationen rund um den Verein gibt es online: lenneper-schuetzenverein.de

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