Morsbachtal

Beckeraue: Willensbildung in Wuppertal noch nicht abgeschlossen

Gipfeltreffen zur Umgemeindung der Morsbacher: Im März traf OB Burkhard Mast-Weisz (2. v. r.) den Wuppertaler Amtskollegen, Uwe Schneidewind (3. v. r.) in der Beckeraue.
+
Gipfeltreffen zur Umgemeindung der Morsbacher: Im März traf OB Burkhard Mast-Weisz (2. v. r.) den Wuppertaler Amtskollegen, Uwe Schneidewind (3. v. r.) in der Beckeraue.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
    schließen

Umgemeindung nach Remscheid dauert an – Nachbarstadt wird den Grenzverlauf im Morsbachtal in zwei Monaten prüfen.

Remscheid. Die Beckeraue wird umgemeindet. Seit März, seit sich die Oberbürgermeister von Remscheid und Wuppertal vor Ort im Morsbachtal mit Verwaltungsfachleuten trafen, steht fest: Die 30 Bewohner sollen Remscheider Bürger werden. Rund ein Jahr, so verkündeten Burkhard Mast-Weisz und Uwe Schneidewind damals, werde der Prozess dauern.

Ein halbes Jahr später war das Schicksal des südlichen Außenpostens in Wuppertal kurz am Montag Thema im Bergischen Verwaltungsvorstand. Eine entscheidende Frage wird der Grenzverlauf sein, um dessen Klärung sich die Wuppertaler derzeit bemühen. Remscheid hat Kartenmaterial überreicht und Vorschläge unterbreitet, die weggehen vom Morsbach und dessen Flussbett als Grenzmitte.

„Wuppertal hat seine Willensbildung nicht abgeschlossen. Eine interne Prüfung dazu ist von September auf November verschoben worden“, erklärt Stadtkämmerer Sven Wiertz. Sind am Ende nur 200 Einwohner von einem Wechsel betroffen, reicht ein Gebietsänderungsverfahren, das von der Bezirksregierung und den Stadträten abgesegnet werden muss. Derweil warten die Anwohner auf Verbesserungen. Vor allem auf eine neue, zweite Brücke, die Beckeraue aus ihrem Dasein als Sackgasse befreit. Nachdem der Übergang Ulrichskotten mit der großen Flut im Juli 2021 weggespült worden war, gibt es nur eine Zufahrt vom anderen Ende der Ortschaft von der L 216 über die Brücke Beckeraue.

Situation für Anrainer ist unbefriedigend

In Ulrichskotten ist ein vom THW errichtetes und gewartetes Provisorium für Fußgänger und Radfahrer entstanden. Von den Anwohnern wird dieses geschätzt, eine Durchfahrt für den motorisierten Verkehr in die Hofschaft Morsbach auf Remscheider Seite ist jedoch das Ziel. Dieses ist aber weit entfernt. Denn ein Anwohner in Morsbach will den Wiederaufbau der Autobrücke verhindern. Der Wegerechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf zieht sich hin. Wenn die juristische Auseinandersetzung abgeschlossen ist, wollen sich Wuppertal und Remscheid die Kosten für eine neue Brücke teilen. Eine erste Kostenschätzung ging von einer halben Million Euro aus.

Derweil ist die Situation für die Anrainer unbefriedigend. Denn sowohl Müllabfuhr, Feuerwehr und Krankenwagen kommen nur schlecht in den entlegenen Winkel. Die schmale Straße entlang des Bachs auf der einen und dem Waldhang auf der anderen Seite müsste dringend ausgebaut werden. Erst wurde den Anwohnern signalisiert, dass dies prioritär geschehe, mittlerweile ist klar, dass dies nicht der Fall sein wird. Der Nachteil des von fast allen Anwohnern geforderten Stadtwechsels ist, dass die Wuppertaler kaum noch Schritte unternehmen werden, um die Lebenssituation zu verbessern.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Tannenhof durfte die Bäume fällen
Tannenhof durfte die Bäume fällen
Tannenhof durfte die Bäume fällen
So läuft die Getränkebestellung im Theater
So läuft die Getränkebestellung im Theater
So läuft die Getränkebestellung im Theater

Kommentare