Baustelle an der Lutherkirche stockt

Für die Fertigstellung der Baustelle fehlt Schotter, weiß BaukirchmeisterLothar Elbertzhagen. Foto: Doro Siewert
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Für die Fertigstellung der Baustelle fehlt Schotter, weiß BaukirchmeisterLothar Elbertzhagen.

Das schlechte Wetter und die Pandemie sorgen für Verzögerungen

Von Peter Klohs

Alt-Remscheid Die Sanierungsarbeiten am Vorplatz der Remscheider Lutherkirche sind ins Stocken geraten. Seit Tagen wird dort nicht mehr gearbeitet. Drei kleine bis mittelgroße Baumaschinen stehen verwaist herum, ein gelber Minibagger thront auf einem beinahe mannshohen Steinhaufen, große Teile Bauschutt befüllen zwei Container.

„Die Baustelle ist seit etwa drei Wochen im Betrieb“, weiß Baukirchmeister Lothar Elbertzhagen zu berichten. „Das schlechte Wetter im Frühjahr hat sich verzögernd auf die Sanierungsarbeiten ausgewirkt. Wir haben Material gekauft und dachten: So, jetzt können wir loslegen. Aber dann kam uns Corona und das miese Wetter dazwischen“, sagt Elbertzhagen. „Jetzt könnte man wieder loslegen und muss sich mit dem Fakt arrangieren, dass die beteiligten Unternehmen versuchen, es allen Kunden Recht zu machen, was nicht geht. Da bleibt es dann auf manchen Baustellen auch mal ein paar Tage still.“ Erschwerend komme hinzu, dass für die Fertigstellung des Bodens eine Ladung Schotter fehle. Das sei aber auf einigen Baustellen so und dürfe den Bauunternehmen nicht in die Schuhe geschoben werden.

Renovierung ist eine Frage der Finanzen

Für die Verabschiedung von Kantor Jörg Martin Kirschnereit am kommenden Wochenende, so hofft Lothar Elbertzhagen, werden die Arbeiten zum Abschluss gekommen sein. Vorsorglich ist bereits jetzt ein provisorischer Weg zum Kircheneingang gestaltet worden, so dass die Besucher die Lutherkirche gefahrlos erreichen können.

Der Boden des Kirchplatzes war das größte Problem bei den Sanierungsarbeiten. „Bei Belastung haben sich die Pflastersteine abgesenkt“, berichtet der seit 21 Jahren tätige Baukirchmeister. Die Neigung der Fläche hatte sich verändert. „Als wir die Steine entfernt haben, fanden wir darunter einen alten Weg, über den man die Pflastersteine einfach verlegt hatte. Der Architekt der Baustelle hatte uns gewarnt: Lass uns erst einmal schauen, was unter den Pflastersteinen ist. Natürlich existieren von den früheren Baumaßnahmen auch keine Aufzeichnungen. Aber so ist das: Altbausanierung ist ein schwieriges Geschäft“, sagt Elbertzhagen.

Am kommenden Mittwoch soll es mit der Baustelle weitergehen. „Allerdings ist das stark wetterabhängig“, schränkt Elbertzhagen ein. „Es sind starke Gewitter vorhergesagt. Wenn das eintrifft, dann können wir auf der Baustelle nicht arbeiten.“ Weitere Sanierungen an der Lutherkirche sind zunächst nicht geplant. „Obwohl man immer etwas renovieren kann“, gibt Elbertzhagen zu. „Da fände ich ganz schnell Möglichkeiten. Aber das ist dann auch eine Frage der Finanzen.“

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