Bilanz der Commerzbank Remscheid

Bank und Kunden werden nachhaltiger

Digitalisierung, Nachhaltigkeit, eine sich verändernde Art des Wirtschaftens – die Trends der Zeit schlagen auch bei der Commerzbank in Remscheid durch.

Von Sven Schlickowey

Die Niederlassung, zu der auch die Filiale in Wermelskirchen gehört, konnte im zurückliegenden Jahr in zahlreichen maßgeblichen Kennzahlen zulegen. Auch, weil man diese Trends begleite und gestalte, wie die Verantwortlichen betonen.

So stieg das Depotvolumen um 12,1 Prozent auf 120 Millionen Euro. Der Baufinanzierungsbereich verzeichnete 10,8 Millionen Euro Neugeschäft und liegt nun bei 127,6 Millionen Euro. Das Kreditvolumen für Unternehmen bis 15 Millionen Euro Jahresumsatz – größere Kunden werden nicht nach Städten erfasst – stieg trotz zum Teil umfangreicher Tilgungen um 2,5 Prozent auf 80 Millionen Euro an.

„Die meisten unserer Firmenkunden sind bisher gut durch die Krise gekommen“, sagt Peter Siedowski, Leiter Unternehmerkunden Wuppertal. Die befürchtete Insolvenzwelle sei ausgeblieben. „Und die sehe ich auch nicht.“ Viele Kredite würden für Investitionen genutzt, hat Siedowski beobachtet, zum Beispiel in Lagerkapazitäten, um Problemen in den Lieferketten vorzubeugen. „Die werden in einem Maße gebaut, die ich vorher noch nicht erlebt habe.“

Nachhaltigkeit sei für Geschäftskunden ein „ganz wichtiger Trend“, berichtet Jochen Welling, Standortleiter Firmenkunden in Wuppertal: „Wir unterstützen die Kunden bei dieser Transformation.“ Unter anderem mit Krediten, deren Zinssatz sinkt, wenn bestimmte nachhaltige Unternehmensziele erreicht werden. Ähnlich würden auch die Privatkunden denken, sagt der zuständige Marktbereichsleiter Privatkunden Norbert Niebch: Ein Viertel der neu vermittelten Wertpapiersparpläne seien inzwischen nachhaltig. Und 28 Prozent der Baufinanzierungen seien für besonders energieeffiziente Gebäude gedacht. Die weiter steigenden Immobilienpreise betrachtet die Commerzbank noch nicht mit Sorge: „Eine Blase sehen wir so nicht“, sagt Peter Siedowski. Auch weil viele Kunden das notwendige Eigenkapital mitbrächten. „Das ist halt das Bergische Land.“

Rund 32.000 Privat- und Geschäftskunden betreut die Commerzbank nach eigenen Angaben in Remscheid. Für die wolle man vor allem die digitalen Angebote weiter ausbauen. Das Filialnetz, Mitte 2021 wurde die Niederlassung in Lennep geschlossen, soll demnach vorerst unverändert bleiben. Auch neue Geldautomaten wird es wohl nicht geben, sagt Niebch. Bei der Bargeldversorgung setze man verstärkt auf Partner wie Super- und Drogeriemärkte oder Tankstellen.

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