Open Air Eventgarten

Culcha Candela: 1000 feiern auf dem Schützenplatz

Bei Auftritten von Culcha Candela ist gute Laune garantiert.
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Bei Auftritten von Culcha Candela ist gute Laune garantiert.

Hamma, Monsta und Wildes Ding: Beim Eventgarten auf dem Schützenplatz macht die Band ihrem Gute-Laune-Image alle Ehre. Keiner bleibt sitzen.

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Zum ersten Mal kam Culcha Candela nach Remscheid und zog am Freitag über 1000 Besucher auf den Schützenplatz. Allerdings war die Veranstaltung nicht ausverkauft. „Der Standort Remscheid ist interessant, wenn mehr Leute wüssten, dass es noch ein Leben nach der Pandemie gibt“, sagte die Veranstalterin Nicole Hafner.

Die Künstler haben zusehends weniger Besucher, ganz zu schweigen von den Nachwuchstalenten. Hafner mache sich deshalb Sorgen um die junge Musikgeneration. Mit dem Open-Air-Eventgarten schuf Hafner eine „Wohlfühloase“ mit Steh- und Sitzplätze sowie Liegestühlen im Sand.
Den Auftakt beim Eventgarten hatte Michael Schulte gemacht.

Lange blieben die Besucher nicht liegen. Culcha Candela sorgte schon mit dem ersten Titel „Wildes Ding“ für grandiose Stimmung. Alle Hände waren oben und es wurde gehüpft und getanzt.

Spätestens beim Song „Somma im Kiez“ konnte keiner mehr still sitzen oder liegenbleiben. Mit viel Beat und einer fantastischen Performance sorgte die Band für gute Laune. Als „Berlin City Girl“ erklang, kamen einige Betreiber der Getränkebuden heraus und tanzten.

Fans mit Sitzplatz-Tickets drängten bis nach vorne an die Bühne

„Das sieht hier aus wie in der Karibik“, rief Culcha Candela Frontman Mateo und gab einen Crash-Kurs in Spanisch. Warum? Ganz einfach, beim nächsten Song konnte das Publikum problemlos den Refrain „No tenga problema“ mitsingen. Die Botschaft kam gut an: „Ich hab kein Problem“, hieß es übersetzt. Ausgelassen und die Not der Welt für eine Weile vergessen, tat vielen gut.

Und passend folgte der Song „Schöne neue Welt“. Die Band ist ein Gute-Laune-Garant. Mit positiven Liedtexten, sommerlichen Beats einer witzigen Choreographie entführte sie die Besucher aus dem Alltag.

„Remscheid, are your ready to party“, animierte Sänger Mateo Jasik die Menge, die frenetisch reagierte. Er setzt sich ein für die Legalisierung von Cannabis - auch in Remscheid nutzte er die Bühne dafür: „Alle saufen bis zum Tode und gleichzeitig ist Cannabis illegal.“ Dazu erklang der Track „Lass ma eine bauen“.

Die Fans mit den Stehplatz-Tickets drängten sich mittlerweile vorne an der Bühne. Die Stimmung in der Menge war überwältigend. Mit erhobenen Händen und kreisenden Hüften sangen alle gemeinsam „Cool mit mir selbst“.

Vor Publikum zu singen ist wie die Luft zum Atmen

Immer wieder hielt der Sänger Zwiegespräche mit dem Publikum. „Wie waren die letzten zwei Jahre für euch?“, fragte er. Viele Buh-Rufe erklangen. „Vor Publikum zu singen ist wie die Luft zum Atmen. Wir sind das erste Mal in Remscheid, und ihr seid ein nices Publikum“, rief er ins Mikrofon. Und dann stellte er den neuen Song „Hope“ vor und zeigte die Tanzschritte dazu.

„Es tut so gut, ausgelassen zu feiern. Der Rhythmus war der Hammer“, sagte Konzertbesucherin Patricia Kojic.

Die Berliner feiern in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. „Wir glauben an die Liebe, an die Unity, wir haben Wurzeln aus der Türkei, Polen, Kuba und viele mehr und unsere Ehe hält seit 20 Jahren. Wir sind gegen Homophobie, gegen Rassismus und Sexismus“, lautete das Statement am Ende. Und: „Wir verbeugen uns vor der Liebe.“

Danach gab es die ersehnte Zugabe „Hamma““ und „Monsta.“

Eventgarten: Das sind die nächsten Termine

Am Dienstag, 16. August, treten die Bergischen Symphoniker mit „Best of Cinema Symphonics“ auf. Am 17. August kommen Sasha & Band in den Eventgarten. Am Freitag 19. August, die Söhne Mannheims. Am 20. August Beatrice Egli und den Abschluss machen Stefan Gwildis und Band am 21. August.

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