Konzerte

Löwen-Festival: 1200 Besucher erlebten das „Heimspiel“ von Green Ink Machine mit

Green Ink Machine legte auf der Bühne richtig los und das Publikum feierte mit.
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Green Ink Machine legte auf der Bühne richtig los und das Publikum feierte mit.

Band gibt nach Zwangspause Vollgas.

Von Peter Klohs

Remscheid. Nachdem vor zwei Wochen das diesjährige Löwen-Festival auf dem Rathausplatz mit der Kölschrock-Band Kaschämm eröffnet wurde und eine Woche später Strum Out das Remscheider Publikum mit Party-Rock unterhielt, gab es bei der dritten Ausgabe richtig etwas auf die Ohren: Die Green Ink Machine war zu Gast. Alternativer Rock, Grunge und Nu Metal stand auf dem Programm.

„Das Wichtigste ist: Es ist trocken“, sagte Veranstalter Maximilian Süss und spielte damit auf das letzte Konzert der Band in ihrer Heimatstadt an, bei dem es wie aus riesigen Kannen regnete. Diesmal stellten die äußeren Bedingungen keine Schwierigkeiten dar.

Das Sextett um die Frontmänner Matthes Bach und Arne Hupe gab von der ersten Sekunde an Vollgas und ließ die angestaute Energie von zwei konzertlosen Jahren komplett von der Bühne auf dem Theodor-Heuss-Platz in das zahlreich erschienene Publikum schwappen. „Es ist so schön, euch alle zu sehen“, sagte Matthes Bach mehr als einmal zu den rund 1200 Besuchern.

Diese Bands treten auf beim Löwen-Festival 2022

Das weit länger als zweistündige Konzert begann mit „I’ll take your best shot“ der Alternative-Metal-Band Dope, bedachte bei „One Step Closer“ die Könige des Genres Linkin Park und bezog auch die durchaus umstrittene Metal-Band Twisted Sister („We ain’t gonna take it“) mit ein.

Green Ink Machine macht beim Löwenfestival neue Lieder aus Klassikern

Die einheitlich in Schwarz gekleideten Remscheider Musiker machten sich einen Spaß daraus, Lieder zu covern, die man bei einem Gig diesen Zuschnitts nicht unbedingt auf der Setlist erwartet hätte: Don Henleys Superhit „Boys of summer“ gehörte dazu, den die Green Ink Machine in einer ruppigen Rock-Version präsentierte. Gleiches geschah mit „Dein ist mein ganzes Herz“, dem Deutschpop-Rock-Hit von Heinz Rudolf Kunze. Und selbst vor den Größten der Musikgeschichte ist kein Nu-Metal-Cover sicher, wie bei „Smooth Criminal“ (Michael Jackson) zu hören war. Dazwischen gab es die Hymnen der alternativen Rockmusik: „American Idiot“ (Green Day) durfte ebenso nicht fehlen wie „Schrei nach Liebe“ (Die Ärzte) und Beiträge der Red Hot Chilli Peppers aus der Sparte Funk-Metal.

Ausschlaggebend für den von der Bühne kommenden Druck ist die Rhythmusfraktion mit Schlagzeuger Sebastian Dietsch und Bassist Tim Strauß, die eine mehr als solide Basis liefern, auf der sich die Gitarristen Jan Lehmann und Anselm Haselhoff austoben können, von den Sängern einmal ganz abgesehen, die sich bei ihrem Heimspiel sichtlich und hörbar wohlfühlten und immer wieder betonten, wie toll es sei „nach gefühlt einer Million Jahren wieder live spielen zu dürfen“.

Am kommenden Donnerstag wird die Band Kiesberch mit Rock-Covern bis hin zum Metal das Löwen-Festival rocken.

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