Konzert

Azzurro! Das ganze Publikum sang mit

Italoband spielte kurzerhand anderes Stück

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Sie lieben sich, sie streiten sich, aber vor allem singen sie gemeinsam. Das Landestheater Niederbayern gastierte am Samstagabend im Teo Otto Theater und brachte I Dolci Signori, eine der erfolgreichsten deutschen Italo-Bands mit. Da die Hauptdarstellerin erkrankt war, konnte das Programm Azzurro nicht gespielt werden. „Aber Sie haben Glück. Deshalb zeigen wir Ihnen das brandaktuelle Stück Azzurrodue“, sagte Rocky Verardo.

„Wir sind wirklich gut gelaunt nach Hause gegangen.“

Carmen Vogt, Zuschauerin

In der aktuellen Geschichte geht es um den temperamentvollen Rocky (Rocky Verardo) und die Ruhrpottpflanze Frauke (Kirsten Schneider). Beide leben in Bella Italia. Doch in der dominanten „Famiglia“ kann sich Frauke nicht entfalten. Sie möchte sich in Gelsenkirchen als Flirt-Coach selbstständig machen. Doch das kostet Geld und Nerven. Die Sehnsucht, einfach Musik zu machen, wird in dem Klassiker „L’italiano“ (Toto Cotugno) verdeutlicht.

Mit der italienischen Vespa machen sich Rocky, Frauke und Gianni (Gianni Carrera) auf den Weg zum Hafen. Dort entdeckt das Trio das Traumschiff MS Steinkohle und erhofft sich, mit Musik reich zu werden. Der Traum zerplatzt, als der Traumschiffkapitän (Johann Anzenberger) die Männer anstatt auf die Bühne lieber als „Unterhelfer unter dem Unterdeck“ schickt. Voller Herzschmerz erklang „Sognami“ (Biagio Antonacc). Keine Zeit für Traurigkeit. Der Dialekt des Kapitäns erinnerte stark an Florian Silbereisen und heiterte sofort wieder auf. Es folgen amüsant-chaotische Begebenheiten mit Heino und Tina Turner.

Auf dem Weg durch Maschinenräume finden Rocky und Gianni ihren Weg auf die Traumschiff-Bühne und singen „Azzurro“. Italienisches Flair und ein mitsingendes Publikum im ganzen Teo Otto Theater.

Die deutsche Italo-Band „I Dolci Signori“ überzeugte mit bekannten und beliebten Italo-Pop-Klassikern. Mit „Almeno stavolta“ (Nek, Daniele Ronda, Antonello De Sanctis) gab sich das Paar einen musikalischen Schlagabtausch. „Manchmal ist das Leben eben traurig, und manchmal nicht. Man muss das Leben eben so nehmen, wie es ist“, sprach Rocky zum Publikum und sang „La vita com’è“.

Fraukes Lösung zu allen (Flirt-)Problemen war: Musik. Und deshalb durfte das Publikum am Ende aufstehen und zu Cocorito (Traditional /Renzo Arbore) tanzen und bei „Felicità“ schunkeln. „Die Handlung war total super, so die Atmosphäre. Wir sind wirklich gut gelaunt nach Hause gegangen“, bilanzierte Carmen Vogt.

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