Jubiläum

Ausstellung zeigt IKE-Vereinsgeschichte über 25 Jahre

Erden Ankay-Nachtwein und Dolores Johann sind bis heute die treibenden Kräfte des Vereins, der vor 25 Jahren gegründete wurde. Foto: M. Schütz
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Erden Ankay-Nachtwein und Dolores Johann sind bis heute die treibenden Kräfte des Vereins, der vor 25 Jahren gegründete wurde.

Der Verein für interkulturelle Erziehung fördert das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Von Doris Stürmer

Der Förderverein für interkulturelle Erziehung (IKE) wird 25 Jahre alt. Die Jubiläumsfeier findet am Freitag, 29. September, in der Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse Remscheid mit geladenen Gästen statt.

Gleichzeitig wird dort eine Ausstellung eröffnet, in der 25 Jahre Vereinsgeschichte dokumentiert werden. Sie bleibt für eine Woche in den Räumen der Sparkasse und ist für jedermann zugänglich.

Der IKE hat es sich zur Aufgabe gemacht, „das Leben und Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft in Remscheid zu gestalten“. Initiatoren waren vor 25 Jahren die Lehrerinnen Erden Ankay-Nachtwein und Dolores Johann, heute die erste und die zweite Vorsitzende des Vereins. Beide Pädagoginnen unterrichteten seinerzeit an der Mannesmann-Grundschule. Sie organisierten Hausaufgabenhilfe für die ausländischen, meist türkischstämmigen Kinder und boten Kurse, besonders auch Sprachkurse, für die Mütter an.

Anfangs lag alles in den Händen von Ehrenamtlern

„Das deutsche Bildungssystem war auf den Mittelstand zugeschnitten und darauf, dass die Kinder zu Hause viel Unterstützung fanden,“ sagte Erden Ankay-Nachtwein gestern Nachmittag bei einem Pressegespräch anlässlich des Jubiläums in der Kindertagesstätte „Confetti“ an der Rosenhügeler Straße.

Auch an vielen anderen Remscheider Grundschulen wurden solche Hilfen angeboten. „Alles lag damals in den Händen von Ehrenamtlern“, erinnerte sich Dolores Johann. Um die Arbeit auf eine professionellere Basis zu stellen, gründete man 1992 den Förderverein für interkulturelle Erziehung (IKE). Die wichtigsten Förderer des Vereins, sagte Erden Ankay-Nachtwein, seien der RGA und die Sparkasse. „Ohne Förderer wäre unsere Arbeit nicht möglich.“

Im Laufe der Jahre verlagerte sich die Arbeit des Vereins. Nach der Einführung des Offenen Ganztags an den Schulen war die Hausaufgabenhilfe nicht mehr notwendig.

Aus den Mütterkursen gingen später die sogenannten Rucksack-Kitas hervor, in denen die Eltern mit Migrationshintergrund in den Bildungsprozess ihrer Kinder einbezogen werden. Es gibt Kurse über Erziehungsfragen, aber auch über Zahnpflege oder Hygiene. Die Kurse sind mehrsprachig. In der Zweisprachigkeit der Kinder sieht der Verein Potenzial.

Seit dem Jahr 2000 ist der IKE selbst Träger eines Remscheider Kindergartens, der zunächst im Otto-Pfeiffer-Haus an der Burger Straße ansässig war. Vor zwei Jahren wurde die neue Kindertagesstätte „Confetti“ am Rosenhügel bezogen. Zur Zeit wird sie von 75 Kindern besucht. Die Kinder sind in vier Gruppen eingeteilt. Die Erzieherinnen – alle in Deutschland ausgebildet – sind zweisprachig. So gibt es polnische, russische, türkische und englische Gruppen.

Gemeinsam mit anderen Organisationen engagiert sich der IKE in verschiedenen Projekten und macht im Wohnquartier Rosenhügel die Stadtteilarbeit.

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