Kinderschutzambulanz

Aus Teststation wird Therapiezimmer

Freuen sich über die Nachnutzung: Svenja Ehlers (Geschäftsführerin des Sana-Klinikums, v. l.), Amelie Wahrstötter, Dorothea Schauf (Kinderschutzambulanz) Thomas Neuhaus, Thomas Judt (Stadt).
+
Freuen sich über die Nachnutzung: Svenja Ehlers (Geschäftsführerin des Sana-Klinikums, v. l.), Amelie Wahrstötter, Dorothea Schauf (Kinderschutzambulanz) Thomas Neuhaus, Thomas Judt (Stadt).
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
    schließen

Häuschen auf dem Sana-Gelände darf nun die Ärztliche Kinderschutzambulanz nutzen.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Zwei Tiger kuscheln sich im Stuhl aneinander, Feuerwehrautos lugen aus dem Regal, und die bunten Stifte warten nur darauf, benutzt zu werden: Dort, wo einst Nasen- und Rachenabstriche genommen wurden, ist nun ein Therapiezimmer entstanden. Denn die Ärztliche Kinderschutzambulanz (KSA) darf nun das kleine Holzhäuschen, das sich auf seinem eigenen Parkplatz nur zehn Meter vom Haupteingang befindet, nun für seine Zwecke nutzen. Hier war vormals erst die Fieberambulanz und dann die Teststation des benachbarten Sana-Klinikums untergebracht. Dem Krankenhaus gehört das Gelände, auf dem sich die KSA befindet.

Als Corona im Frühjahr 2020 auch in Remscheid Einzug hielt, richtete die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Sana und der Kassenärztlichen Vereinigung eine erste Anlaufstelle ein, die Fieberambulanz. Zunächst in einem Wagen, der aber schnell zu teuer wurde. Also musste zügig Ersatz her. Nachdem die Ärztliche Kinderschutzambulanz kurzzeitig zum Fieberzentrum geworden war, ließ die Stadt an der Burger Straße ein 20 Quadratmeter großes Holzhäuschen errichten - mit vielen Türen zum ordentlichen Durchlüften. Rund ein Dreivierteljahr war das kleine Gebäude Fieberambulanz, ehe es bis Ende 2021 zum Sana-Testzentrum wurde. „Wir hatten überlegt, ob wir es noch brauchen, die Infrastruktur in der Pandemiebekämpfung ist jetzt aber eine andere“, erklärt Sana-Geschäftsführerin Svenja Ehlers, die betont: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei.“
Übersicht der Teststellen in Remscheid

Daher konnte die Kinderschutzambulanz nun das Holzhaus nachnutzen. Es wurde laut Gebäudemanager Thomas Judt für 4500 Euro von der Stadt aufbereitet, gestrichen und gesichert, das Team der KSA richtete es hübsch ein. Es gibt auch ein Kombi-Gerät, das kühlt oder wärmt. „Die Überlassung zur Dauernutzung ist auch ein Dank dafür, dass wir aus der Kinderschutzambulanz kurzzeitig eine Fieberambulanz machen mussten“, sagt Sozial- und Gesundheitsdezernent Thomas Neuhaus. Eigentlich sei das Holzhaus in Coronazeiten ja zur Bekämpfung des Virus angeschafft worden - nun werde es für die Folgen von Corona genutzt. Denn auch aufgrund der Pandemie hat es die KSA mit noch vielfältigeren Formen von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung zu tun.

Nun können Amelie Wahrstötter und die anderen 13 Kollegen den vielen Kindern und Jugendlichen aus NRW noch etwas besser helfen. Denn im Haupthaus herrscht extreme Platznot. „Nun können wir Erstgespräche und interne Besprechungen in das Häuschen auslagern und es auch als Therapiezimmer nutzen“, freut sich auch die Öffentlichkeitsbeauftragte Dorothea Schauf. Die Privatsphäre bleibt dabei gewahrt: Die Scheiben sind mit Milchglasfolie beklebt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

 Jedes dritte Kind kommt mit dem Elterntaxi zur Schule
 Jedes dritte Kind kommt mit dem Elterntaxi zur Schule
 Jedes dritte Kind kommt mit dem Elterntaxi zur Schule
Platz vor der Sternwarte erinnert jetzt an Gewerkschafter
Platz vor der Sternwarte erinnert jetzt an Gewerkschafter
Platz vor der Sternwarte erinnert jetzt an Gewerkschafter
Festnahme: DNA-Spuren überführen Einbrecher - Taten auch in Remscheid und im Oberbergischen
Festnahme: DNA-Spuren überführen Einbrecher - Taten auch in Remscheid und im Oberbergischen
Festnahme: DNA-Spuren überführen Einbrecher - Taten auch in Remscheid und im Oberbergischen
Unfall: Auffahrt zur A1 ist wieder frei
Unfall: Auffahrt zur A1 ist wieder frei
Unfall: Auffahrt zur A1 ist wieder frei

Kommentare