Auftakt gelingt: Musik und Lesung im Quartiertreff

Thematisierten Freundschaft in Liedern und Texten mit Ulla Wilberg und Sängerin Pia Kehl im Quartiertreff Klausen. Foto: Roland Keusch
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Thematisierten Freundschaft in Liedern und Texten mit Ulla Wilberg und Sängerin Pia Kehl im Quartiertreff Klausen.

Gemeinsame Veranstaltung von Awo und Kulturkreis

Von Peter Klohs

Der Dienstagabend war für den Quartiertreff Klausen eine Premiere: Die kulturelle Veranstaltung „Wir für eine Welt – Ein Abend für die Freundschaft“ war die erste öffentliche Veranstaltung in den Räumlichkeiten der LEG. Die Awo Lennep / Lüttringhausen sowie der Kulturkreis.jetzt im Heimatbund hatten zu einem Programm mit Texten und Musik eingeladen. Und die Premiere muss als gelungen betrachtet werden: Mit mehr als 30 interessierten Gästen war der Treff am Rand seiner Kapazität angekommen.

Ulla Wilberg vom Kulturkreis hatte den Part der Rezitatorin übernommen, während die aus Duisburg stammende Musikerin Pia Kehl den Abend mit ihrer einfühlsamen Stimme und ihrem fragilen Gitarrensound bereicherte. Es begann jedoch mit Schweigen. Awo-Vorsitzender Antonio Scarpino bat um eine kurze Zeit des Innehaltens für den langjährigen Mitstreiter Stefan Wagner, der vor Kurzem unerwartet gestorben war.

Bereits im ersten von Pia Kehl gesungenem Lied, „Fragile“ von Sting, zeigte sich die Besonderheit der Musikerin: ungewöhnliche Rhythmen und eine bluesgetränkte Stimme voller Emotionen. Kehl und Ulla Wilberg wechselten sich bei dem 80-minütigen Programm mit ihren Beiträgen ab, wobei am Ende ein deutliches Zeitplus aufseiten der Musikerin festzustellen war, weil die Beiträge Wilbergs zumeist kurz bis winzig waren.

Die Sängerin mit einem sehr minimalistischen Stil des Gitarrenspiels konnte bei einer spröden, annäherend zerbrechlichen Version von David Bowies „Heroes“ glänzen, brachte eine ungewöhnliche Fassung von Gershwins „Summertime“ dar und erinnerte am Ende des Abends mit „Under Pressure“ an zwei bereits gestorbene geniale Musiker: David Bowie und Freddie Mercury. Auch der vom eigenen Vater erschossene Marvin Gaye („What’s going on“) wurde bedacht.

Wilberg las Kurt Tucholsky („Augen in der Großstadt“), eine sinngemäß ins Hochdeutsche übersetzte Adaption von „Echte Fründe“, ein Lied der kölschen Musikgruppe Höhner, einen Ausschnitt aus Charlie Chaplins Schlussrede in „Der große Diktator“, dazu Erich Kästner und Wilhelm Busch, der erste mit einem tieftraurigen Beitrag, Buschs „2 Freunde“ hingegen eher humoristisch angelegt. Das alles brachte Wilberg gekonnt routiniert dar. Und so schloss der Abend mit Tucholskys „Frauen von Freunden“ und dem passenden Abschlusslied: „What a wonderful World“.

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