Historisches Foto

Neues Rätsel: Welche Skyline suchen wir hier?

Wissen Sie, welchen Ortsteil wir suchen? 
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Viele Geschäfte lockten die Remscheider in die Altstadt von Lennep

Von Alexandra Dulinski

Das 1977 aufgenommene Foto zeigt die Kölner Straße in Lennep.

Lennep Es gibt keinen Lenneper, der diese Straße nicht kennt, schreibt RGA-Leser Klaus Figge an die Redaktion. Gesucht war die Kölner Straße. „Unten rechts das Modehaus Johann, daneben eine Geschäftsstelle der Konkurrenz Bergische Morgenpost. In dem italienischen Eiscafé Fontanella auf der linken Seite musste ich sonntags immer ein Schälchen Schlagsahne für den Sonntagskuchen holen“, erinnert er sich.

„Im Haus 30 a gab es Licht und Kaffeemaschinen. Die Krups war die beste, gegenüber das Friseurgeschäft. Hier hat Frau Schmidt gearbeitet, mein Bruder hat die Tochter geheiratet“, berichtet Bardo Reinke. „Fontanellas haben das Eiscafé betrieben. Mit ihrer Tochter Domenica habe ich Lustiges erlebt. Im Winter war die Wasserleitung eingefroren Ein Hausbewohner meinte: Mit Wein in der Leitung wäre es besser.“ An die Eisdiele erinnert sich auch Jessi Kaiser.

Heute sind viele der ehemaligen Geschäfte nicht mehr vorhanden.

Das Foto weckte auch Erinnerungen in Irene Becker: „Mein Mann und ich haben 1964 geheiratet, und eine Friseurin Ulla vom Friseur-Salon Hilger steckte mir den Brautschleier aufs Haar. Wir sind heute noch glücklich verheiratet“, berichtet sie.

Helmut Schucht weiß etwas über die Schieferverkleidung der Häuser zu berichten: „Überwiegend hat die Schieferverkleidung die Fachwerkidylle aus den früheren Jahrhunderten abgelöst.“

In den Jahren hat sich die Kölner Straße verändert. „Nicht viel geblieben ist von dem einst blühenden Handel auf diesem Abschnitt“, sagt Klaus Kreutzer, „nicht einmal das Lenneper Kreisblatt gibt es noch.“ Verschwunden seien auch viele weitere Geschäfte: „Ich habe eine Liste, in der mehr als 160 Einzelhändler aufgeführt sind, die in Lennep ihre Waren nicht mehr in einst hellen Schaufenstern zeigen. Das ändert sich natürlich alles und sofort, wenn das DOC (Derzeit-ordentliches-Chaos) kommt“, berichtet er.

Klaus Trester kann eine Anekdote aus den 60er Jahren erzählen: „Meine Familie war hocherfreut, als wir in Lennep eine Altbauwohnung ergattern konnten.“ „Fehlte nur noch eine Arbeitsstelle für meine Frau, und da Hermann Müller eine Mitarbeiterin für seinen AFU Laden suchte, war auch das Problem schnell gelöst. Er selbst hatte seinen Arbeitsplatz in Remscheid im Kino als Filmvorführer. „Sehr schnell entwickelte sich im AFU Laden unter den Mitarbeiterinnen ein freundschaftliches Verhältnis. Und als dann Steffi Schürmann erwähnte, ihr Mann sei auch Filmvorführer, war man erstaunt über die Duplizität der Ereignisse. Denn der Beruf des Filmvorführers war seltener anzutreffen als ein Schlosser oder Maler. Zwei Verkäuferinnen, die beide einen Filmvorführer zum Mann haben.“

Heinz-Jürgen Schmitz weiß einiges über die Geschichte der Straße zu berichten: „Auf der rechten Seite im Foto nicht zu sehen, ist Fleischwaren Steinhaus an der Ecke Kraspütt. Der Kraspütt wurde im Mittelalter immer als Ort der Seuchen- und Brandgefahr bezeichnet. Denn dort breitete sich der große Stadtbrand von 1746 aus.“

Gut zu erkennen sei auch die Gaststätte Spiegel. „Vorläufer war die von Carl Höller geführte Gaststätte, die im Volksmund ,Zur reformierten Kirche’ genannt wurde. An dieser Stelle soll das erste Lenneper Rathaus gestanden haben“, berichtet Schmitz. Auch Volker Manderla, Beate Kuhlmann und Dieter Prill lagen mit ihren Antworten richtig.

Neues Rätsel

Diese Kirchen-Skyline mag heutzutage von moderneren Gebäuden umgeben sein. Wissen Sie, welchen Ortsteil wir suchen? Aufgenommen wurde das Bild 1978. Schicken Sie die Lösung bis Donnerstag, 8. Juli, entweder per E-Mail oder per Post, verbunden mit persönlichen Anekdoten, an: RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; oder auch per E-Mail: redaktion@rga.de

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