Theater

Aschenputtel-Märchen macht Kindern Mut

Die Tauben (Thomas Ritzinger und Björn Lenz), die zunächst die Rolle der Erzähler einnahmen, sorgten für Unterhaltung. Foto: Roland Keusch
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Die Tauben (Thomas Ritzinger und Björn Lenz), die zunächst die Rolle der Erzähler einnahmen, sorgten für Unterhaltung.

WTT ist zu Gast im Teo Otto Theater.

Von Sabine Naber

Remscheid. Zur Vorweihnachtszeit gehören für Kinder unbedingt Märchen dazu. Und da passte es wunderbar, dass das Westdeutsche Tourneetheater (WTT) am Dienstag gleich zweimal mit dem Kinderstück „Zwei Tauben für Aschenputtel“ von Catharina Fillers und Stefanie Schnitzler – nach den Brüdern Grimm – zu Gast im Teo Otto Theater war.

Das Ensemble unter der Regie von Claudia Sowa traf mit dieser verspielten und poetischen neue Fassung des bekannten Klassikers genau den Geschmack seiner kleinen Zuschauer. War das Märchen doch behutsam modernisiert worden, ohne dass die Originalfassung aus den Augen verloren wurde.

Schon die beiden Tauben (Thomas Ritzinger und Björn Lenz), die zunächst die Rolle der Erzähler einnahmen, sorgten für vergnügliche Unterhaltung, denn sie „pickten“, als sie noch vor dem roten Vorhang saßen, nicht nur selbst ihre Brotkrumen, sondern warfen sie auch großzügig ins Publikum. Das pfiffige Bühnenbild – erst ist es das Zuhause von Aschenputtel, dreht man es rum, erscheint das Schloss – war schnell verändert, die Kostüme farbenprächtig und die fünf Schauspieler, die alle mehrere Rollen zu besetzen haben, schafften es nicht nur, sich blitzschnell umzuziehen, sondern agierten in jeder Rolle authentisch und herrlich kindgerecht – egal, ob als Taube, Prinz oder böse Stiefmutter (Kristina Otten).

Die Kinder waren voll bei der Sache

Und wie im Märchen üblich waren es die Tiere, die nicht nur sprachen, sondern den Menschen auch tatkräftig halfen. Als Aschenputtel (Elena Otten) bis aufs Blut von Stiefmutter und -schwester getriezt wird und sich wünscht, fliegen zu können – da waren die beiden Tauben zur Stelle, um es ihr beizubringen. „Du hast echt einen Sturzflug gemacht“ staunte ein Knirps aus der ersten Reihe, als Aschenputtel nach zahlreichen Drehungen auf dem Po landete.

Überhaupt waren die Kinder voll bei der Sache, schütteten sich aus vor Lachen, wenn der Prinz behauptet, tanzen sei „total uncool“ – und titulierten die Stiefschwester empört mit „dumme Kuh“, wenn die das Aschenputtel einfach umstieß. Mit Selbstvertrauen, ein bisschen Glück und der Hilfe von guten Freunden gelingt es, jede noch so ausweglos erscheinende Situation zu meistern. Ein Märchen, das Mut macht. Und riesigen Spaß.

Heute wird „Zwei Tauben für Aschenputtel“ noch zweimal im Teo Otto Theater gespielt: Für die 17-Uhr-Vorstellung gibt es noch Karten.

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