Winterzeit

Arzt: Zu kalt ist nicht gesund

  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Heizen in den eigenen vier Wänden

Remscheid. Beim Heizen in der eigenen Wohnung zu sparen, ist eine der vielen Konsequenzen aus der Energiekrise. Das Runterdrehen der Thermostate sollte aber Grenzen haben. „Zu kalt ist nicht gesund“, warnen Ärzte. Denn der Winter mit knackig-kalten Temperaturen ist eingetroffen.

Wer dann daheim in seinen vier Wänden friert, für den kann der Spargedanke gesundheitsschädlich werden. Dr. Jens Pfitzner, Leiter des Gesundheitsamtes, nennt Gradzahlen: „Im Wohnzimmer auf der Couch sind 19 oder 20 Grad Celsius okay.“

In der Küche, vor allem auch im Schlafzimmer, könne man auf 17 oder 18 Grad drosseln. Nachts ließe sich die Temperatur noch um ein paar weitere Grade absenken. Wichtig aber sei, warnt Pfitzner, nicht länger beim Heizen ganz runterzufahren. Wenn es dauerhaft zu kalt werde, drohe Schimmel, da die Feuchtigkeit an den kalten Wänden kondensiert. Wer Schimmel vorbeugen will, sollte die Temperatur in der Wohnung nicht unter 14 Grad Celsius sinken lassen. „Stoßlüften in Räumen gehört natürlich dazu“, legt Pfitzner dringend nahe, zwischendurch für ein paar Minuten die Fenster zu öffnen.

Wer ruhig auf der Couch sitzt, bei dem steigt das Kälteempfinden

Generell, so betont der Mediziner, solle man aber beim Wohlfühlen den gesunden Menschenverstand walten lassen. Da, wo man sich mehr aufhält im Haus oder der Wohnung, höher drehen; dort, wo man weniger ist, brauche es nicht so viel Wärme. Wohlfühlen in der Wohnung sei natürlich auch abhängig von den Aktivitäten. Wer ruhig vor dem Fernseher sitzt, bei dem steigt das Kälteempfinden, weil die Muskeln nicht aktiv sind. „Eine Decke und dicke Socken helfen aber.“

Jens Pfitzner hält es für nicht begründet, dass kältere Luft vermehrt zu Infektionskrankheiten führt. Ebenso wenig findet er, dass Warmduscher in diesen Zeiten ihren Körper einer kalten Dusche aussetzen müssen. „Wer das nicht gewohnt ist, braucht sich nicht umstellen. Man sollte das Duschen jedoch kurz und bündig halten.“

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