Starke Kids Netzwerk

AOK fördert zehn Bewegungsangebote

Für die AOK nahmen Sabine Feller (v. l.), Kirsten Gidde und Biggi Rosen, für den Stadtsportbund Christopher Winter (Solingen), Petra Ludenberg (Wuppertal) und Reinhard Ulbrich (Remscheid) an der Jurysitzung teil.
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Für die AOK nahmen Sabine Feller (v. l.), Kirsten Gidde und Biggi Rosen, für den Stadtsportbund Christopher Winter (Solingen), Petra Ludenberg (Wuppertal) und Reinhard Ulbrich (Remscheid) an der Jurysitzung teil.

Jury wählte Projekte des Starke-Kids-Netzwerks aus.

Von Simone Theyßen-Speich

Bergisches Land. Das Starke-Kids-Netzwerk der AOK Rheinland/Hamburg kümmert sich um Kinder- und Jugendgesundheit. Deshalb wird regelmäßig ein Förderpreis ausgeschrieben. Zehn Projekte aus dem bergischen Städtedreieck haben sich in diesem Jahr beworben. Gestern fand im Wuppertaler AOK-Haus die Jurysitzung mit Vertretern von AOK, den drei Sportbunden im Städtedreieck und dem Solinger Tageblatt statt. Für den Förderpreis gesucht wurden Projekte für Kinder und Jugendliche aus den Bereichen gesunde Ernährung, Bewegung, seelisches Wohlbefinden, Suchtprävention oder auch einem Mix aus diesen Bereichen.

Bewegung sei bei der Kindergesundheit ein entscheidendes Thema, betonte Christopher Winter, einer von zwei Geschäftsführern des Solinger Sportbundes, im Gespräch mit unserer Redaktion. „Das sollte schon bei den Jüngsten beginnen.“ Deshalb unterstütze der Sportbund beispielsweise Bewegungskindergärten und entsprechende Angebote der Vereine. „Das Thema war vor Corona schon wichtig, hat jetzt aber nochmals an Bedeutung gewonnen“, so Winter.

Dabei sei Bewegung mehr als nur reines Bewegen, erklärt er. Vielmehr gehörten drei Aspekte dazu. Zum einen gehe es um die reine Motorik, „motorische Impulse tun Kindern und Jugendlichen gut“. Zum zweiten gehe es bei der Bewegung auch um die Kognition und die geistige Leistungsfähigkeit. Ganz wichtig sei zudem die soziale Komponente. „Gemeinschaft im Verein zu erleben, wird gerade nach der langen Zeit von Lockdowns und Homeschooling immer wichtiger“, so Winter.

Bewegung wird oft in der Wirkungsvielfalt unterschätzt

Zudem würden Sport und Bewegung oftmals in ihrer Wirkungsvielfalt unterschätzt. „Auch Themen wie Integration, Vermittlung von Werten und Toleranz spielen dabei eine große Rolle.“ Das komme im Sportverein „so ganz nebenbei“.

Dementsprechend lobten die Jurymitglieder die insgesamt zehn eingereichten Projekte, fünf aus Remscheid, eins aus Solingen und vier aus Wuppertal. „Leider waren es in diesem Jahr deutlich weniger Bewerbungen als vor der Corona-Pandemie“, bedauert Kirsten Gidde vom Organisationsteam der AOK. Es brauche auch für Schulen und Vereine jetzt erstmal wieder Zeit, um Projekte an den Start zu bringen, betont sie. Insgesamt 6000 Euro stellt die AOK als Preisgeld zur Verfügung.

Die Solinger Bewerbung, der Aufbau des Projektes „Ernährungshelden“ mit spielerischen und musikalischen Elementen rund um gesunde Ernährung lief als kommerzielles Angebot etwas außer Konkurrenz. Aus Remscheid bewarben sich die Jugendabteilung des MTB mit einem Mountainbike-Trainingsgelände, die Lenneper Turngemeinde mit Unterstützung für das Sommer-Sportcamp, der Remscheider Turnverein mit dem Projekt „Ringen und Kämpfen im Zweikampfsport“ und die Sophie-Scholl-Gesamtschule mit dem Ernährungsprojekt „Fit und entspannt“. Die Grundschule Dörpfeld hat unter dem Titel „Kleine Helden werden stark“ ein Projekt für die Kinder psychisch kranker Eltern entwickelt.

Aus Wuppertal bewarben sich die Grundschule Marienstraße für eine Ferienfahrt, die evangelische Sophienschule mit ihrem Engagement für Zubereitung und Verteilung bei einer Essensausgabe und die DRK-Kita „Wilde 13“ mit selbstgedrehten Filmen rund um Ernährung, die auch während des Lockdowns den Kita-Kindern zu Hause zur Verfügung gestellt wurden. Der SV Bayer Wuppertal hat ein Brettspiel selbst entwickelt, bei dem es um Bewegung, Aktionen aber auch um sportliche „Charakterpunkte“ geht.

Förderpreise Starke Kids Netzwerk

Aktion: Die Förderpreise werden alle zwei Jahre von der AOK Rheinland/Hamburg vergeben, in diesem Jahr zum siebten Mal.

Preisträger: Geldpreise erhalten diesmal die Sophie-Scholl-Gesamtschule Remscheid, die Grundschule Dörpfeld, die Grundschule Marienstraße, die evangelische Sophienschule, die DRK-Kita „Wilde 13“ und der SV Bayer Wuppertal.

Preisverleihung: Die genaue Platzierung erfahren die Preisträger bei der Preisverleihung am 31. August. Dazu sind alle Teilnehmer eingeladen.

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