Anwohnerin sammelt Geld für neuen Spielplatz Holz

Knapp 80 Kinder wohnen im Einzugsgebiet der Unterhölterfelder Straße. Jennifer Dogan (M., mit Spendenbox) hat sich mit Unterstützern dafür eingesetzt, dass sie einen neuen Spielplatz erhalten. Foto: Manuel Böhnke
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Knapp 80 Kinder wohnen im Einzugsgebiet der Unterhölterfelder Straße. Jennifer Dogan (M., mit Spendenbox) hat sich mit Unterstützern dafür eingesetzt, dass sie einen neuen Spielplatz erhalten. Foto: Manuel Böhnke

Planung und Bau kosten knapp 40 000 Euro – Spendenaktion bringt mehr als 5000 Euro

Von Manuel Böhnke

Hasten Im Frühjahr 2018 hat Jennifer Dogan erstmals Kontakt zu Michael Ketterer, Abteilungsleiter im Fachdienst Jugend, aufgenommen. Voraussichtlich im Herbst dieses Jahres – rund zweieinhalb Jahre später – wird aus ihrem Wunsch Realität: Die BMX- und Bolzfläche Holz erhält eine Erweiterung in Form eines Kinderspielplatzes. Für die Umsetzung hat Dogan mehr als 5000 Euro gesammelt.

Knapp 80 Kinder gibt es laut der zweifachen Mutter im Einzugsgebiet der kleinen Hofschaft am Ende der Unterhölterfelder Straße. Knapp die Hälfte sei unter sechs Jahren alt. Der nächste richtige Spielplatz befindet sich an der Richardstraße – und setzt einen längeren Fußmarsch voraus. Durch den neuen Anlaufpunkt mitten im Grünen soll sich das schon bald ändern.

Im Mai vergangenen Jahres bekamen die Anlieger den ersten Entwurf präsentiert. Bei dem Vor-Ort-Termin stellten die Eltern in Aussicht, potenzielle Sponsoren für das Vorhaben anzusprechen. Und tatsächlich: Im März beschloss der Jugendhilfeausschuss den Bau eines Spielplatzes. Gesamtkosten inklusive Planung: fast 40 000 Euro. 5000 davon sollen aus den privat gesammelten Spenden stammen.

„Vor dieser Summe hatte ich schon Respekt“, blickt Jennifer Dogan zurück. Doch sie erhielt rasch Unterstützung: So steuert etwa die Lothar-und-Ulrike-Kaiser-Stiftung 2500 Euro bei. Auch von der Lux-, der Bürgerstiftung und dem Verein Hasten für Hasten gab es Hilfe. Dessen Vorsitzender W. Jürgen Ackermann unterstützte Dogan beim Spendensammeln. „Herr Ackermann war mit seinen Kontakten eine riesige Hilfe“, betont die Remscheiderin.

Das überschüssige Geld fließt auch in den Spielplatz

Mit großem Engagement hat sich die Bankkauffrau für das Projekt eingesetzt. Mit Flyern warb sie in der Nachbarschaft für das Vorhaben, bastelte eine Spendenbox und sprach bei Unternehmen vor. „Im letzten Jahr bekam ich einige Zusagen, die wegen der Corona-Krise leider zurückgezogen werden mussten“, erzählt Dogan. Trotzdem ist es gelungen, das Spendenziel zu erreichen. Inzwischen sind bereits rund 5500 Euro auf dem städtischen Konto eingegangen. Weitere Gelder stehen in Aussicht. „Ich freue mich total darüber und bin auch ein bisschen stolz“, sagt Jennifer Dogan lachend.

Das überschüssige Geld fließt natürlich auch in den Spielplatz, versichert Michael Ketterer. So soll etwa das Tor einer Garage am Rande des Spielplatzes mit Graffiti verschönert werden. „Zudem gibt es eine komfortablere Sitzgelegenheit, und der Kletterbaum wird attraktiver“, stellt der städtische Mitarbeiter in Aussicht. Der neue Spielplatz soll unter anderem eine Rutsche, ein Wipptier, einen Balancierstamm und eine Schaukel erhalten. Die Auftragsvergabe ist weit fortgeschritten. Ketterer hofft auf eine Eröffnung im Oktober: „Das wird mit dem Bolzplatz und der BMX-Anlage ein toller Freizeittreffpunkt“.

Der Abteilungsleiter ist voll des Lobes für Jennifer Dogans und W. Jürgen Ackermanns Einsatz: „Das ist etwas Besonderes.“ Zumal es innerhalb kurzer Zeit das zweite Mal ist, dass sich Anwohner in Hasten für Freizeitmöglichkeiten einsetzen. 2018 machte der Teenager Rune Raab Schlagzeilen. Er kämpfte für die Sanierung des Bolzplatzes an der Richardstraße – mit Erfolg. Auch dieses Projekt hatte Hasten für Hasten maßgeblich unterstützt.

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