Dauerbaustelle

Anwohner der Emilienstraße fühlen sich im Stich gelassen

TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl und Bezirksbürgermeister Ernst-Otto Mähler vor der Baustellenabsperrung stellten sich den Fragen der verärgerten Anwohner der Emilienstraße, die seit November 2018 mit einer Dauerbaustelle leben müssen und hohe Kostenbeteiligungen fürchten. Foto: Roland Keusch
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TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl und Bezirksbürgermeister Ernst-Otto Mähler vor der Baustellenabsperrung stellten sich den Fragen der verärgerten Anwohner der Emilienstraße, die seit November 2018 mit einer Dauerbaustelle leben müssen und hohe Kostenbeteiligungen fürchten.

TBR will die Dauerbaustelle in der Emilienstraße am 2. Oktober abschließen.

Von Stephanie Licciardi

Remscheid. Was soll das alles bloß kosten? Diese Frage treibt seit dem Start der Bau- und Sanierungsmaßnahmen im November 2018 die Anwohner der Emilienstraße um. So sorgten die Baumaßnahmen nicht nur für viel Ärger durch die eingeschränkte Straßennutzung, es wurden im Zuge der Sanierung zudem Mängel an den rund 90 Jahren alten Regen- und Abwasserkanälen festgestellt, für deren Instandsetzung nun die Bewohner zur Hälfte aufkommen sollen.

Remscheid: Die längste Dauerbaustelle der Stadt

Zur Informationsveranstaltung luden Michael Zirngiebl, Betriebsleiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), und Bezirksbürgermeister Ernst-Otto Mähler (SPD) ein, um mit Anwohnern über den Ist-Zustand zu sprechen. „Ein Ende ist in Sicht“, eröffnete Uwe Jantke, TBR-Bereichsleiter für Neubau, die Runde. „Denkbar ist, dass am 2. Oktober die Bauarbeiten beendet sind.“ Ein strammes Ziel, dass sich die TBR sowie das für die Arbeiten zuständige Unternehmen sich für „Remscheids längster Dauerbaustelle“ vorgenommen haben.

Im Zuge der Baumaßnahmen waren neben Stollenarbeiten auch der Einbau einer Brücke zwischen den Stichen zu den Häusern Nummer 31 bis 37 und der gegenüberliegenden Seite erforderlich. Mit den notwendig gewordenen Kanalreparaturen habe hingegen anfangs niemand gerechnet, da Mängel und Defekte am Hauptkanal erst durch die Arbeiten sichtbar wurden.

Remscheid: „Bedauerlich, wie es gelaufen ist.“

Vor der Instandsetzung musste jeder Hauseigentümer auf eigene Kosten ein Gutachten über den Zustand der Privatanschlüsse erstellen lassen. Aus Sicht der TBR nachvollziehbar. „Schließlich müssen Anschlüsse und Kanäle im ordnungsgemäßen Zustand sein, bevor die eigentliche Kanalsanierung beginnen kann“, sagte der TBR-Betriebsleiter. Mit den „ganzen widrigen Umständen“, die im Zuge der Bauarbeiten zusammenkamen, hat Uwe Jantke nicht gerechnet. „Es ist bedauerlich, wie es gelaufen ist.“

Die Anwohner fühlen sich im Stich gelassen. Viele fürchten, dass weitere Anliegerbeiträge fällig werden und die Kostenbeteiligung in einem fünfstelligen Betrag, etwa bei 8000 bis 9000 Euro liegt. Summen, die für viele kaum aufzubringen sind, denn diese richten sich nach Grundstücksgröße und Geschosszahl. „Wenn die Rechnung kommt, werden wir weitersehen“, meint Anwohner Rossano Tene.

Zirngiebl sprach von der Möglichkeit, eine Bezuschussung vom Land Nordrhein-Westfalen von rund 50 Prozent zu beantragen. „Die Bezuschussung, die der Gesetzgeber auch für Baumaßnahmen vor Januar 2018 vorsieht, kann erst beantragt werden, wenn die Arbeiten abgeschlossen und die Gesamtkosten errechnet sind.“

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