Mitglied bei den Lütteraten

Anton (5 Monate) setzt sich für seine Bibliothek ein

Baby Anton liebt Knisterbücher. Auch Musik und Fingerspiele mag er gern.
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Baby Anton liebt Knisterbücher. Auch Musik und Fingerspiele mag er gern.
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Lütteraten freuen sich über ihr jüngstes Mitglied jemals. Antons Eltern ist die kulturelle Bildung von klein auf wichtig.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Er ist gerade mal fünf Monate alt – und setzt sich bereits für den Fortbestand der Lüttringhauser Stadtteilbibliothek ein: Anton, der mit seinen Eltern im Dorp lebt, liebt Knisterbücher und Rasseln. Und damit er das auch weiterhin genießen kann, ist er vor kurzem den Lütteraten beigetreten. Denn Anton liegt die Kultur am Herzen. Der Förderverein der Stadtteilbibliothek war völlig aus dem Häuschen, als ein Mitgliedsantrag eines Babys hereinflatterte. Da war Anton sogar noch vier Monate alt. Nun ist er der jüngste Lütterat jemals. „Er senkt damit den Altersdurchschnitt erheblich“, freut sich der 1. Vorsitzende Martin Kalhöfer. Der liege nämlich bei um die 50. „Und wir freuen uns, dass Antons Eltern so enthusiastisch dabei sein.“

Im Gegenzug für seinen Mitgliedsbeitrag hat der junge Lütterkuser bereits ein Kullerball-Buch erhalten. Anton unterstützt nun unter anderem den Bücherflohmarkt, Vorlesetage für Kinder oder das umfangreiche Ferienprogramm. „Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn Anton dort mitmachen kann“, sagt seine Mutter Alexandra Schmitz. „Eben das sind solche Dinge, die wegen fehlender Mittel immer wieder gekürzt werden.“ Und dabei sei gerade ein Angebot für Kinder so wichtig – es präge sie für ihr weiteres Leben.

Alexandra Schmitz sowie ihrem Mann Karsten Otto ist kulturelle Bildung von klein auf sehr wichtig. Daheim wird gesungen, da werden Fingerspiele gemacht – und natürlich viel gelesen. Von Krimi bis Sachbuch steht alles, was Buchstaben hat, im Regal der Familie, die vor viereinhalb Jahren von Wuppertal nach Lüttringhausen gezogen ist. „Wir als Eltern geben ihm all das mit – es liegt in unserer Verantwortung, seine kulturelle Bildung zu fördern.“

Beide Eltern haben bereits einen Bibliotheksausweis für die Stadtteilbibliothek im Dorp, die Anton ja jetzt unterstützt. Den beiden Kaufleuten ist wichtig, dass sie erhalten bleibt. „Der Zugang zu den Medien ist hier sehr niederschwellig. Für jeden ist etwas dabei. Und Frau Brandt merkt sich jeden Titel, der einem gefällt.“ Ein gutes Buch in der Hand zu halten, sei immens wichtig, findet Schmitz. Ein E-Book oder ein paar Klicks im Internet könnten dieses authentische, echte Erlebnis nicht ersetzen.
Passend dazu: Nicole Grüdl-Jakobs: „Bibliotheken sind jetzt wichtiger denn je“

Fantasie und Kreativität sind die Grundsteine für die Kraft der Worte.

Alexandra Schmitz, Antons Mama

Sie seien im Dorp damals wärmstens empfangen worden, sagt Alexandra Schmitz. „Wir haben festgestellt, dass die Lüttringhauser Community sehr herzlich ist.“ Hier kenne man sich, hier helfe man sich. „Wir haben uns gefragt, wie wir etwas an diese liebevolle Gemeinschaft zurückgeben könnten“, sagt Antons Mama.

So fiel die Wahl auf die Lütteraten. Um ihrem Sohn den Zugang zur Vielfalt in der Stadtteilbibliothek zu ermöglichen, sei die Mitgliedschaft im Förderverein die Basis. „Denn Fantasie und Kreativität sind die Grundsteine für die Kraft der Worte“, sagt Alexandra Schmitz.

Die Stadtteilbibliothek: Die Einrichtung in der Gertenbachstraße 22 ist eine von drei städtischen Büchereien. Der Bestand von 18 000 Medien umfasst Print-, audiovisuelle und digitale Medien. Neben Romanen, aktueller Sachliteratur, Kinder- und Jugendbüchern können auch Tiptoi-Stifte, Tonies und Tonieboxen ausgeliehen werden. Aktuell sind Dash-Roboter samt Zubehör hinzugekommen. Mit diesen kann man spielend programmieren lernen und erste Erfahrungen in der Robotik machen. Nicht vorhandene Medien können besorgt werden.

Kontakt: Tel. (0 21 91) 16 23 54; E-Mail: biblue@remscheid.de

Öffnungszeiten: Di. 14 bis 19 Uhr, Mi. 14 bis 17 Uhr, Do. und Fr. 11 bis 17 Uhr, Sa. 10 bis 12 Uhr.

Lütteraten

Die Lütteraten, der Förderverein zum Erhalt der Lüttringhauser Stadtteilbibliothek, hat 141 Mitglieder. Anton ist das jüngste. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei 10 Euro für Erwachsene, Firmen zahlen 50 Euro, Schüler und Kinder 5 Euro im Jahr. „Wir haben aber einige, die freiwillig mehr zahlen“, sagt der Vorsitzende Martin Kalhöfer. Es sei nicht geplant, den Betrag zu erhöhen.

www.luetteraten.de

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