Landgericht bestätigt Urteil

Angeklagter Raser rammte fast einen Streifenwagen

Großprozess um einen Verkauf von Amphetamin im Landgericht Wuppertal.
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In einem Prozess um eine Raserfahrt unter Alkoholeinfluss auf Remscheider Stadtgebiet hat das Landgericht Wuppertal das frühere Urteil des Amtsgerichts bestätigt.

Remscheid. Der Angeklagte, ein Familienvater Ende 20 aus der Innenstadt, muss sechs Monate und weitere zwei Wochen Haft nicht verbüßen, wenn er Auflagen einhält. Einen Führerschein darf er erst nach zwei Jahren neu beantragen.

Laut Urteil überholte der Mann am 18. Januar 2020 nachts auf der Borner Straße Richtung Lennep bei überhöhter Geschwindigkeit in einer Kurve. Entgegen kam ausgerechnet ein Funkstreifenwagen. Dessen Fahrer löste eine Vollbremsung aus. Die Aussage des Beifahrers: „Der Angeklagte hat keine Anstalten gemacht, auszuweichen. Das hätte definitiv geknallt.“

Die Polizisten verfolgten den Golf des Angeklagten. Der fuhr in Trecknase bei Rot, ohne zu bremsen, Richtung Lennep, schließlich bei Tempo 140 bis auf die Kölner Straße. An der Hermannstraße fanden die Beamten den abgestellten Fluchtwagen.

Den Angeklagten entdeckten die Polizisten eine Stunde später: Auf der Landstraße bei Neuenhaus war er zu Fuß unterwegs Richtung Innenstadt, bei drei Grad Celsius bekleidet mit Kapuzenjacke, Shorts und Flipflop-Sandalen – und nach Alkohol riechend. Den Autoschlüssel hatte er dabei. Er soll mehrere Versionen über seine Fahrt angegeben haben – bis ihn die Beamten damit konfrontierten, dass sein Führerschein längst eingezogen war. Sie hätten ihn mit zu seinem Golf genommen. Die Sitzeinstellung habe gepasst.

Im Gericht führte der Angeklagte an, er könne sich nicht erklären, wie sein Auto nach Lennep kam. Er habe zu Fuß zu McDonalds gehen wollen.

Diese Fassung wertete das Gericht teils als widerlegt, teils als nicht schlüssig. Mit eingerechnet ist eine Strafe für eine andere Trunkenheitsfahrt. Der Angeklagte kann erneut Rechtsmittel einlegen. -dilo-

Hält der Fahrer an einer ungeeigneten Stelle, trägt er einen Teil der Schuld, wenn die Tür des Beifahrers beschädigt wird.

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